5.
Die Seele,
Nun und immer und nun und immer – länger als braune und feste Scholle – länger als Wasser ebbt und flutet.
Ich will die Gedichte der Stoffe machen, denn ich glaube, sie werden die geistigsten Dichtungen sein,
Und ich will die Gedichte von meinem Leib und der Sterblichkeit machen,
Denn mich dünkt, so beschaffe ich mir die Gedichte von meiner Seele und Unsterblichkeit.
Ich will ein Lied für diese Staaten machen, daß kein einziger Staat unter keinen Umständen einem anderen Staat unterworfen sein kann,
Und ich will ein Lied machen, daß Einvernehmen und Art bei Tag und Nacht sein soll zwischen all diesen Staaten und zwischen je zweien von ihnen,
Und ich will ein Lied machen für die Ohren des Präsidenten, voller Waffen mit drohenden Spitzen,
Und hinter den Waffen zahllose mißvergnügte Gesichter;
Und ein Lied mach ich von dem Einen, der aus allen gebildet ist, dessen Haupt über allen ist,
Dem krallenbewehrten funkelnden Einen,
Kriegerisch entschiedenen Einen, der allumfassend über allen ist,
(So hoch sonstwer das Haupt trägt, dies Haupt ist über allen.)
Ich will unsre Zeitgenossen anerkennen,
Ich will der ganzen Geographie des Erdballs spürend nachgehn und jegliche Stadt groß oder klein geziemend grüßen,
Und Gewerbe! Ich will in meine Gedichte setzen, daß in euch Heldentum ist zu Wasser und Land,
Und ich will alles Heldentum melden von amerikanischem Standpunkt aus.
Ich will das Lied der Kameradschaft singen,
Ich will zeigen, was diese allein schließlich kitten muß,
Ich glaube, diese sollen ihr eigenes Bild männlicher Liebe finden, das sie an mir bewähren,
Ich will drum lodernd das Feuer aus mir flammen lassen, das gedroht hat, mich zu verzehren,
Ich will forttun, was dies schwelende Feuer zu lang niedergehalten hat,
Ich will ihm zügellos Freiheit lassen,
Ich will das Evangelium-Gedicht von Kameraden und Liebe schreiben,
Denn wer wenn nicht ich soll Liebe verstehn mit all ihrem Leid und Lust?
Und wer wenn nicht ich soll Dichter der Kameraden sein?