Rheumatismus.
Gegen dieses leider so allgemein verbreitete wie schmerzhafte Uebel bringt unser Mittel stets Linderung und in den meisten Fällen auch Heilung. Man hat nichts zu thun, als die schmerzenden Theile täglich ein oder zwei Mal damit einzureiben; doch muß damit mehrere Tage, zuweilen eine ganze Woche, in hartnäckigen Fällen sogar zwölf bis vierzehn Tage, fortgefahren werden. Beweist sich das Uebel als sehr bösartig und stets wiederkehrend, so nehme man zwölf bis vierzehn Tage hinter einander alle Morgen eine Stunde vor dem Frühstück zwei Eßlöffel des Medicaments mit heißem Wasser gemischt, und bediene sich beim Einreiben einer Bürste. Es leuchtet ein, daß man bei diesem eigensinnigsten aller Leiden keine Sorgfalt sparen und den Muth nicht verlieren darf, sondern in der festen Ueberzeugung, daß die Mühe durch den Erfolg belohnt wird, mit der pünktlichen Anwendung des Mittels geduldig fortfahren muß. Als Aufmunterung möge die Versicherung dienen, daß mir noch kein Fall vorgekommen ist, in welchem die rheumatischen Schmerzen unserm Mittel Trotz zu bieten vermocht hätten. Ich könnte viele Beispiele von Leuten anführen, die rheumatischer Anfälle wegen ganze Winter lang das Zimmer hüten mußten, da ihre Aerzte nicht im Stande waren, ihnen durch die hergebrachten gewöhnlichen Mittel zu helfen, denen aber die Anwendung des mit Salz präparirten Franzbranntweins in vierzehn Tagen den schmerzlosen Gebrauch ihrer Glieder wieder gab.