Schnittwunden.
Ich glaube nicht, daß es gegen alle durch scharfe Instrumente verursachte Verwundungen ein besseres Heilmittel giebt, als unser einfaches Medicament, dessen Anwendung außerdem nicht den geringsten Schmerz verursacht. Man hat nur nöthig, ein Läppchen mit dem präparirten Franzbranntwein anzufeuchten, dies um die Wunde zu binden, so daß sie zusammengehalten wird, und das Läppchen durch Aufgießen von außen feucht zu halten, ohne es abzunehmen, welches erst geschieht, nachdem die Heilung erfolgt ist. Diese läßt niemals lange auf sich warten.
Nagelgeschwüre oder Wurm.
Die schmerzhaften Entzündungen unter den Fingernägeln, die in der Regel dabei abgehn, werden geheilt, indem man den Finger entweder ins Medicament steckt und darinnen läßt, oder dadurch, daß man ihn in ein angefeuchtetes Läppchen wickelt und fortwährend feucht erhält.