525. All my heart this night rejoices

Paul Gerhardt, 1607-76

Tr. Catherine Winkworth, 1829-78

1.

Fröhlich soll mein Herze springen

Dieser Zeit, da vor Freud’

Alle Engel singen.

Hört, hört, wie mit vollen Chören

Alle Luft laute ruft:

Christus ist geboren!

2.

Heute geht aus seiner Kammer

Gottes Held, der die Welt

Reisst aus allem Jammer.

Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute.

Gottes Kind, das verbind’t

Sich mit unserm Blute.

3.

Sollt’ uns Gott nun können hassen,

Der uns gibt, was er liebt

Ueber alle Massen?

Gott gibt, unserm Leid zu wehren,

Seinen Sohn aus dem Thron

Seiner Macht und Ehren.

4.

Sollte von uns sein gekehret,

Der sein Reich und zugleich

Sich uns selbst verehret?

Sollt’ uns Gottes Sohn nicht lieben,

Der jetzt kömmt, von uns nimmt,

Was uns will betrüben?

5.

Hätte vor der Menschen Orden

Unser Heil einen Greu’l,

Wär’ er nicht Mensch worden.

Hätt’ er Lust zu unserm Schaden,

Ei, so würd’ unsre Bürd’

Er nicht auf sich laden.

6.

Er nimmt auf sich, was auf Erden

Wir getan, gibt sich an,

Unser Lamm zu werden,

Unser Lamm, das für uns stirbet

Und bei Gott für den Tod

Gnad’ und Fried’ erwirbet.

7.

Nun, er liegt in seiner Krippen,

Ruft zu sich mich und dich,

Spricht mit süssen Lippen:

Lasset fahr’n, o liebe Brüder,

Was euch quält, was euch fehlt,

Ich bring’ alles wieder.

8.

Ei, so kommt und lasst uns laufen!

Stellt euch ein, gross und klein,

Eilt mit grossem Haufen!

Liebt den, der vor Liebe brennet;

Schaut den Stern, der uns gern

Licht und Labsal gönnet.

9.

Die ihr schwebt in grossen Leiden,

Sehet, hier ist die Tür

Zu den wahren Freuden.

Fasst ihn wohl, er wird euch führen

An den Ort, da hinfort

Euch kein Kreuz wird rühren.

10.

Wer sich fühlt beschwert im Herzen,

Wer empfind’t seine Sünd’

Und Gewissensschmerzen,

Sei getrost, hier wird gefunden,

Der in Eil’ machet heil

Die vergift’ten Wunden.

11.

Die ihr arm seid und elende,

Kommt herbei, füllet frei

Eures Glaubens Hände!

Hier sind alle guten Gaben

Und das Gold, da ihr sollt

Euer Herz mit laben.

12.

Süsses Heil, lass dich umfangen,

Lass mich dir, meine Zier,

Unverrückt anhangen!

Du bist meines Lebens Leben;

Nun kann ich mich durch dich

Wohl zufrieden geben.

13.

Meine Schuld kann mich nicht drücken,

Denn du hast meine Last

All’ auf deinem Rücken.

Kein Fleck ist an mir zu finden,

Ich bin gar rein und klar

Aller meiner Sünden.

14.

Ich bin rein um deinetwillen;

Du gibst g’nug Ehr, und Schmuck,

Mich darein zu hüllen.

Ich will dich ins Herze schliessen;

O mein Ruhm, edle Blum’,

Lass dich recht geniessen!

15.

Ich will dich mit Fleiss bewahren,

Ich will dir leben hier,

Dir will ich abfahren;

Mit dir will ich endlich schweben

Voller Freud’ ohne Zeit

Dort im andern Leben.

Paul Gerhardt’s beautiful Christmas poem, in 15 stanzas, appeared in Johann Crüger’s Praxis Pietatis Melica, Berlin, 1653, together with a tune composed for it by Crüger. The present hymn is a selection of stanzas 1, 7 and 8, from Catherine Winkworth’s translation. The original 15 stanzas are printed here in full for the benefit of those who may wish to read the whole hymn and study its structure.

For comments on Paul Gerhardt see [Hymn 134].

For comments on Miss Winkworth see [Hymn 236].

MUSIC. WARUM SOLLT ICH MICH DENN GRÄMEN, also called, “Ebeling,” and “Bonn,” soon superseded Crüger’s tune. It was originally set to another of Gerhardt’s hymns, “Warum sollt ich mich denn grämen,” from whence the tune derives its name. The composer, Johann Georg Ebeling, 1620-76, was cantor of St. Nicholas Cathedral, Berlin, and director of music at the Grayfriars Gymnasium there, succeeding Johann Crüger to these positions, in 1662. Six years later, he became Professor of Music at the Carolinen Gymnasium, Stettin.

The harmonization is by W. H. Hohmann, Professor of Music, Bethel College, and co-editor of the Hymnary.