533. Jesus, I never can forget

Paul Gerhardt, 1607-76

Tr. J. Gambold, 1711-71

1.

Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld

Der Welt und ihrer Kinder;

Es geht und träget in Geduld

Die Sünden aller Sünder;

Es geht dahin, wird matt und krank,

Ergibt sich auf die Würgebank,

Verzeiht sich aller Freuden;

Es nimmet an Schmach, Hohn und Spott,

Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod

Und spricht: Ich will’s gern leiden.

2.

Mein Lebetage will ich dich

Aus meinem Sinn nicht lassen;

Dich will ich stets, gleich wie du mich,

Mit Liebesarmen fassen.

Du sollst sein meines Herzens Licht,

Und wenn mein Herz im Tode bricht,

Sollst du mein Herz verbleiben.

Ich will mich dir, mein höchster Ruhm,

Hiemit zu deinem Eigentum

Beständiglich verschreiben.

3.

Ich will von deiner Lieblichkeit

Bei Nacht and Tage singen,

Mich selbst auch dir zu aller Zeit

Zum Freudenopfer bringen.

Mein Born des Lebens soll sich dir

Und deinem Namen für und für

In Dankbarkeit ergiessen;

Und was du mir zu gut getan

Das will ich stets, so tief ich kann,

In mein Gedächtnis schliessen.

These are stanzas 1, 5, and 6 of the original ten. The hymn is based on John 1:29: “Behold the Lamb of God, which taketh away the sin of the world”; and Isa. 53:7: “He was oppressed, and he was afflicted, yet he opened not his mouth: he is brought as a lamb to the slaughter, and as a sheep before her shearers is dumb, so he openeth not his mouth.” It was published in the third edition of Johann Crüger’s Praxis Pietatis Melica, in 1648.

For comments on Paul Gerhardt see [Hymn 134].

Our hymn consists of stanzas 5 and 6, translated by J. Gambold. Biographical data concerning Gambold has not been found.

MUSIC. EIN LAMM GEHT HIN, also called “An Wasserflüssen Babylon,” first appeared in the third part of the Strassburg Kirchenampt, 1525, where it is set to Wolfgang Dachstein’s hymn on Psalm 137, beginning with the stanza:

An Wasserflüssen Babylon,

Da sassen wir mit Schmerzen;

Als wir gedachten an Zion,

Da weinten wir von Herzen.

Wir hingen auf mit schwerem Mut

Die Orgeln und die Harfen gut

An ihren Bäum’ und Weiden,

Die drinnen sind in ihrem Land,

Da mussten wir viel Schmach und Schand’

Täglich von ihnen leiden.

The tune appeared anonymously but may have been composed, as some authorities believe, by Dachstein himself.