541. Jesus Christ my sure defense

Luise Henriette von Brandenburg, 1627-67

Tr. Catherine Winkworth, 1829-78

1.

Jesus, meine Zuversicht

Und mein Heiland, ist im Leben;

Dieses weiss ich, sollt’ ich nicht

Darum mich zufrieden geben.

Was die lange Todesnacht

Mir auch für Gedanken macht?

2.

Jesus, er, mein Heiland, lebt;

Ich werd’ auch das Leben schauen,

Sein, wo mein Erlöser schwebt;

Warum sollte mir denn grauen?

Lässet auch ein Haupt sein Glied,

Welches es nicht nach sich zieht?

3.

Ich bin durch der Hoffnung Band

Zu genau mit ihm verbunden;

Meine starke Glaubenshand

Wird in ihn gelegt befunden,

Dass mich auch kein Todesbann

Ewig von ihm trennen kann.

4.

Ich bin Fleisch und muss daher

Auch einmal zu Asche werden;

Das gesteh’ ich, doch wird er

Mich erwecken aus der Erden,

Dass ich in der Herrlichkeit

Um ihn sein mög’ allezeit.

5.

Dann wird eben diese Haut

Mich umgeben, wie ich gläube,

Gott wird werden angeschaut

Dann vor mir in diesem Leibe,

Und in diesem Fleisch werd’ ich

Jesum sehen ewiglich.

6.

Dieser meiner Augen Licht

Wird ihn, meinen Heiland, kennen;

Ich, ich selbst, kein Fremder nicht,

Werd’ in seiner Liebe brennen;

Nur die Schwachheit um und an

Wird von mir sein abgetan.

7.

Was hier kranket, seufzt und fleht,

Wird dort frisch und herrlich gehen;

Irdisch werd’ ich ausgesät.

Himmlisch werd’ ich auferstehen;

Hier geh’ ich natürlich ein,

Nachmals werd’ ich geistlich sein.

8.

Seid getrost und hocherfreut.

Jesus trägt euch, meine Glieder!

Gebt nicht Raum der Traurigkeit!

Sterbt ihr, Christus ruft euch wider,

Wenn die letzt’ Drommet’ erklingt,

Die auch durch die Gräber dringt.

9.

Lacht der finstern Erdenkluft,

Lacht des Todes und der Höllen;

Denn ihr sollt euch durch die Luft

Eurem Heiland zugesellen!

Dann wird Schwachheit und Verdruss

Liegen unter eurem Fuss.

10.

Nur dass ihr den Geist erhebt

Von den Lüsten dieser Erden

Und euch dem schon jetzt ergebt,

Dem ihr beigefügt wollt werden

Schickt das Herze da hinein,

Wo ihr ewig wünscht zu sein!

An Easter hymn of the first rank, an “acknowledged masterpiece of Christian poetry that will ever remain a treasure among the hallowed songs of the Evangelical Church.” It is based on I Cor. 15:35 ff and Job 19:25-27.

Luise Henriette, a woman of noble Christian character and a member of the Reformed Church, was born in The Hague, Holland. She was married to Elector Friedrich Wilhelm of Brandenburg. Interested in the economic as well as religious welfare of her people, she founded model farms, introduced the culture of the Irish potato, and was helpful in many ways in the restoration of the country after the ravages of the Thirty Years War. Luise Henriette is credited with numerous hymns but Julian points out that there is uncertainty whether she actually wrote all of them or selected them as her favorites. She had a great admiration for Paul Gerhardt and his poetry.

The hymn is a selection of stanzas 1, 2, 3, and 10. For comments on Catherine Winkworth, translator, see [Hymn 236].

MUSIC. For comments on the tune, GROSSER GOTT WIR LOBEN DICH, see [Hymn 519].