552. Deck thyself, my soul, with gladness

Johann Franck, 1618-77

Tr. Catherine Winkworth, 1829-78

1.

Schmücke dich, o liebe Seele,

Lass die dunkle Sündenhöhle,

Komm ans helle Licht gegangen,

Fange herrlich an zu prangen!

Denn der Herr, voll Heil und Gnaden,

Will dich jetzt zu Gaste laden;

Der den Himmel kann verwalten,

Will jetzt Herberg’ in dir halten.

2.

Eile, wie Verlobte pflegen.

Deinem Bräutigam entgegen,

Der da mit dem Gnadenhammer

Klopft an deine Herzenskammer!

Oeffn’ ihm bald des Geistes Pforten,

Red ihn an mit schönen Worten:

Komm, mein Liebster, lass dich küssen,

Lass mich deiner nicht mehr missen!

3.

Zwar in Kaufung teurer Waren

Pflegt man sonst kein Geld zu sparen;

Aber du willst für die Gaben

Deiner Huld kein Geld nicht haben,

Weil in allen Bergwerksgründen

Kein solch Kleinod ist zu finden,

Das die blutgefüllten Schalen

Und dies Manna kann bezahlen.

4.

Ach, wie hungert mein Gemüte,

Menschenfreund, nach deiner Güte!

Ach, wie pfleg’ ich oft mit Tränen

Mich nach dieser Kost zu sehnen!

Ach, wie pfleget mich zu dürsten

Nach dem Trank des Lebensfürsten!

Wünsche stets, dass mein Gebeine

Sich durch Gott mit Gott vereine.

5.

Beides Lachen und auch Zittern

Lässet sich in mir jetzt wittern;

Das Geheimnis dieser Speise

Und die unerforschte Weise

Machen dass ich früh vermerke,

Herr, die Grösse deiner Werke.

Ist auch wohl ein Mensch zu finden,

Der dein’ Allmacht sollt’ ergründen?

6.

Nein, Vernunft, die muss hier weichen,

Kann dies Wunder nicht erreichen,

Dass dies Brot nie wird verzehret,

Ob es gleich viel Tausend’ nähret,

Und dass mit dem Saft der Reben

Uns wird Christi Blut gegeben.

O der grossen Heimlichkeiten,

Die nur Gottes Geist kann deuten!

7.

Jesu, meines Lebens Sonne,

Jesu, meine Freud’ und Wonne,

Jesu, du mein ganz Beginnen,

Lebensquell und Licht der Sinnen,

Hier fall’ ich zu deinen Füssen;

Lass mich würdiglich geniessen

Dieser deiner Himmelsspeise

Mir zum Heil und dir zum Preise!

8.

Herr, es hat dein treues Lieben

Dich vom Himmel hergetrieben,

Dass du willig hast dein Leben

In den Tod für uns gegeben

Und dazu ganz unverdrossen,

Herr, dein Blut für uns vergossen,

Das uns jetzt kann kräftig tränken,

Deiner Liebe zu gedenken.

9.

Jesu, wahres Brot des Lebens,

Hilf, dass ich doch nicht vergeben

Oder mir vielleicht zum Schaden

Sei zu deinem Tisch geladen!

Lass mich durch dies Seelenessen

Deine Liebe recht ermessen,

Dass ich auch, wie jetzt auf Erden,

Mög’ dein Gast im Himmel werden.

The finest of all German communion hymns. It expresses the reverent joy that should accompany the sacrament of the Lord’s Supper. The hymn is sung, invariably, in many German churches on communion occasions.

Johann Franck was born at Guben, Brandenburg, the son of a lawyer, and was himself educated for the law. At the University of Königsberg he was greatly influenced by Simon Dach, Professor of Poetry, and, in spite of his law practice and the holding of public offices, he became an important poet and hymn writer of his time, second only to Paul Gerhardt. The dominant theme of his hymns is the mystical union of the soul with the Savior. Franck’s hymns had appeared in the works of his friends Weichman and Crüger, and later were published, 110 in all, at Guben, in 1674, in a volume entitled Geistliches Sion.

The hymn is a selection of stanzas 1, 2, 7, and 9 of the original.

For comments on the translator, Catherine Winkworth, see [Hymn 236].

MUSIC. SCHMÜCKE DICH is a beautifully expressive tune by Johann Crüger, 1598-1662, first published in the composer’s Praxis Pietatis Melica, 1644. J. S. Bach used the tune for an organ setting which constitutes one of the most beautiful of Bach organ chorales. Upon hearing it played by Mendelssohn, Robert Schumann wrote concerning the chorale:

Round the cantus firmus hung golden garlands of leaves, and such blissfulness was breathed from within it, that you yourself avowed that if life was bereft of all hope and faith, this one chorale could renew them for you. I was silent and went away dazed into God’s acre, feeling acutely pained that I could lay no flower on his urn.

For comments on Johann Crüger see [Hymn 242].

MORNING