558. Commit thou all thy griefs

Paul Gerhardt, 1607-76

Tr. John Wesley, 1703-91

1.

Befiehl du deine Wege,

Und was dein Herze kränkt,

Der allertreusten Pflege

Des, der den Himmel lenkt!

Der Wolken, Luft und Winden,

Gibt Wege, Lauf und Bahn,

Der wird auch Wege finden,

Da dein Fuss gehen kann.

2.

Dem Herren musst du trauen,

Wenn dir’s soll wohlergehn;

Auf sein Werk musst du schauen,

Wenn dein Werk soll bestehn.

Mit Sorgen und mit Grämen

Und mit selbsteigner Pein

Lässt Gott sich gar nichts nehmen,

Es muss erbeten sein.

3.

Dein’ ew’ge Treu’ und Gnade,

O Vater, weiss und sieht,

Was gut sei oder schade

Dem sterblichen Geblüt;

Und was du dann erlesen,

Das treibst du, starker Held,

Und bringst zum Stand und Wesen,

Was deinem Rat gefällt.

4.

Weg’ hast du allerwegen,

An Mitteln fehlt dir’s nicht;

Dein Tun ist lauter Segen,

Dein Gang ist lauter Licht,

Dein Werk kann niemand hindern,

Dein’ Arbeit darf nicht ruhn,

Wenn du, was deinen Kindern

Erspriesslich ist, willst tun.

5.

Und ob gleich alle Teufel

Hier wollten widerstehn,

So wird doch ohne Zweifel

Gott nicht zurückegehn;

Was er sich vorgenommen,

Und was er haben will,

Das muss doch endlich kommen

Zu seinem Zweck und Ziel.

6.

Hoff, o du arme Seele,

Hoff und sei unverzagt!

Gott wird dich aus der Höhle,

Da dich der Kummer plagt,

Mit grossen Gnaden rücken;

Erwarte nur die Zeit,

So wirst du schon erblicken

Die Sonn’ der schönsten Freud’.

7.

Auf, auf, gib deinem Schmerze

Und Sorgen gute Nacht!

Lass fahren, was dein Herze

Betrübt und traurig macht!

Bist du doch nicht Regente,

Der alles führen soll;

Gott sitzt im Regimente

Und führet alles wohl.

8.

Ihn, ihn lass tun und walten,

Er ist ein weiser Fürst

Und wird sich so verhalten,

Dass du dich wundern wirst,

Wenn er, wie ihm gebühret,

Mit wunderbarem Rat

Die Sach’ hinausgeführet,

Die dich bekümmert hat.

9.

Er wird zwar eine Weile

Mit seinem Trost verziehn

Und tun an seinem Teile,

Als hätt’ in seinem Sinn

Er deiner sich begeben,

Und sollt’st du für und für

In Angst und Nöten schweben,

Frag’ er doch nichts nach dir.

10.

Wird’s aber sich befinden,

Dass du ihm treu verbleibst,

So wird er dich entbinden,

Da du’s am mind’sten gläubst;

Er wird dein Herze lösen

Von der so schweren Last,

Die du zu keinem Bösen

Bisher getragen hast.

11.

Wohl dir, du Kind der Treue!

Du hast und trägst davon

Mit Ruhm und Dankgeschreie

Den Sieg und Ehrenkron’.

Gott gibt dir selbst die Palmen

In deine rechte Hand,

Und du singst Freudenpsalmen

Dem, der dein Leid gewandt.

12.

Mach End’ o Herr, mach Ende

An aller unsrer Not,

Stärk unsre Füss’ und Hände

Und lass bis in den Tod

Uns allzeit deiner Pflege

Und Treu’ empfohlen sein,

So gehen unsre Wege

Gewiss zum Himmel ein.

This “Hymn of Trust” is Gerhardt’s finest lyric. It is based on Psalm 37:5: “Commit thy way unto the Lord; trust also in him; and he shall bring it to pass.” The initial words of each stanza form an acrostic of the German version: “Befiehl dem Herrn deine Wege, und hoff auf ihn; er wird es wohlmachen.” The hymn first appeared in Crüger’s Praxis, 1646. It expresses the simple trust in God that supported Gerhardt through the troubles that arose out of the Thirty Years’ War, as well as his own personal sorrows.

For comments on Gerhardt see [Hymn 134].

Of the many translations of this hymn, this one by John Wesley remains the most popular. It was published in 16 four-line stanzas in his Hymns and Sacred Poems, 1739, with the title, “Trust in Providence.” Since the hymn was written in Short Meter, the editors of the Hymnary had to abridge the third line of each stanza to fit this tune with its 7.6.7.6. meter, a practice which Wesley himself would have heartily condemned. Wesley’s unaltered version of his eight stanzas used here are as follows:

1.

Commit thou all thy griefs

And ways into His hands,

To His sure truth and tender care

Who earth and heaven commands.

2.

Who points the clouds their course,

Whom winds and seas obey,

He shall direct thy wandering feet,

He shall prepare thy way.

3.

Thou on the Lord rely,

So safe shalt thou go on;

Fix on His work thy steadfast eye,

So shall thy work be done.

4.

No profit canst thou gain

By self-consuming care;

To Him commend thy cause; His ear

Attends the softest prayer.

5.

Thy everlasting truth,

Father, Thy ceaseless love,

Sees all Thy children’s wants, and knows

What best for each will prove.

6.

And whatsoe’er Thou will’st

Thou dost, O King of kings;

What Thy unerring wisdom chose,

Thy power to being brings.

7.

Thou everywhere hast sway,

And all things serve Thy might;

Thy every act pure blessing is,

Thy path unsullied light.

8.

When Thou arisest, Lord,

Who shall Thy work withstand?

When all Thy children want, Thou giv’st;

Who, who, shall stay Thy hand?

The latter part of the hymn, in Wesley’s translation, is found at [No. 246].

For comments on John Wesley see [Hymn 170].

MUSIC. The tune, BEFIEHL DU DEINE WEGE, appears anonymously in the Gesangbuch mit Noten. It is probably of American origin.