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NAPOLEON
Then we may thank ourselves,
Who spell-bound by the magic name of Peace
Dream golden dreams. Go, warlike Britain, go,
For the grey olive-branch change thy green laurels:
Hang up thy rusty helmet, that the bee 5
May have a hive, or spider find a loom!
Instead of doubling drum and thrilling fife
Be lull'd in lady's lap with amorous flutes:
But for Napoleon, know, he'll scorn this calm:
The ruddy planet at his birth bore sway, 10
Sanguine adust his humour, and wild fire
His ruling element. Rage, revenge, and cunning
Make up the temper of this Captain's valour.
Adapted from an old Play.
First published in The Friend, 1818, ii. 115. In later editions the word 'Adapted' was omitted. First collected in 1893.
J. D. Campbell (P. W., 1893, p. 473) suggests that the 'calm' was, probably, the 'Peace of Amiens'.
APPENDIX VI
ORIGINALS OF TRANSLATIONS
A
[Vide ante, p. [307]]
MILESISCHES MÄHRCHEN
Ein milesisches Mährchen, Adonide:
Unter heiligen Lorbeerwipfeln glänzte
Hoch auf rauschendem Vorgebirg ein Tempel.
Aus den Fluthen erhub, von Pan gesegnet,
In Gedüfte der Ferne sich ein Eiland. 5
Oft, in mondlicher Dämmrung, schwebt' ein Nachen
Vom Gestade des heerdenreichen Eilands,
Zur umwaldeten Bucht, wo sich ein Steinpfad
Zwischen Mirten zum Tempelhain emporwand.
Dort im Rosengebüsch, der Huldgöttinnen 10
Marmorgruppe geheiligt, fleht' oft einsam
Eine Priesterin, reizend wie Apelles
Seine Grazien malt, zum Sohn Cytherens,
Ihren Kallias freundlich zu umschweben
Und durch Wogen und Dunkel ihn zu leiten, 15
Bis der nächtliche Schiffer, wonneschauernd,
An den Busen ihr sank.
The German original of the translation was published in Poems, 1852, Notes, pp. 387-9.
B
[Vide ante, p. [307]]
SCHILLER
Der Epische Hexameter
Schwindelnd trägt er dich fort auf rastlos strömenden Wogen;
Hinter dir siehst du, du siehst vor dir nur Himmel und Meer.
Das Distichon
Im Hexameter steigt des Springquells flüssige Säule;
Im Pentameter drauf fällt sie melodisch herab.
See Poems, 1844, p. 372.
C
[Vide ante, p. [308]]
STOLBERG
On A Cataract
Unsterblicher Jüngling!
Du strömest hervor
Aus der Felsenkluft.
Kein Sterblicher sah
Die Wiege des Starken; 5
Es hörte kein Ohr
Das Lallen des Edlen im sprudelnden Quell.
Dich kleidet die Sonne
In Strahlen des Ruhmes!
Sie malet mit Farben des himmlischen Bogens 10
Die schwebenden Wolken der stäubenden Fluth.
See Poems, 1844, pp. 371-2.
D
[Vide ante, p. [309]]
STOLBERG
Bei Wilhelm Tells Geburtsstätte im Kanton Uri
Seht diese heilige Kapell!
Hier ward geboren Wilhelm Tell,
Hier wo der Altar Gottes steht
Stand seiner Eltern Ehebett!
Mit Mutterfreuden freute sich 5
Die liebe Mutter inniglich,
Die gedachte nicht an ihren Schmerz
Und hielt das Knäblein an ihr Herz.
Sie flehte Gott: er sei dein Knecht,
Sei stark und muthig und gerecht. 10
Gott aber dachte: ich thu' mehr
Durch ihn als durch ein ganzes Heer.
Er gab dem Knaben warmes Blut,
Des Rosses Kraft, des Adlers Muth,
Im Felsennacken freien Sinn, 15
Des Falken Aug' und Feuer drin!
Dem Worte sein' und der Natur
Vertraute Gott das Knäblein nur;
Wo sich der Felsenstrom ergeusst
Erhub sich früh des Helden Geist. 20
[[1127]]Das Ruder und die Gemsenjagd
Hatt' seine Glieder stark gemacht;
Er scherzte früh mit der Gefahr
Und wusste nicht wie gross er war.
Er wusste nicht dass seine Hand, 25
Durch Gott gestärkt, sein Vaterland
Erretten würde von der Schmach
Der Knechtschaft, deren Joch er brach.
Friedrich Leopold
Graf zu Stolberg,
1775
The German original is supplied in the Notes to P. W., 1893, pp. 618, 619.
E
[Vide ante, p. [310]]
SCHILLER
Dithyrambe
Nimmer, das glaubt mir,
Erscheinen die Götter,
Nimmer allein.
Kaum dass ich Bacchus, den Lustigen, habe,
Kommt auch schon Amor, der lächelnde Knabe, 5
Phöbus, der Herrliche, findet sich ein!
Sie nahen, sie kommen—
Die Himmlischen alle,
Mit Göttern erfüllt sich
Die irdische Halle. 10
Sagt, wie bewirth' ich,
Der Erdegeborne,
Himmlischen Chor?
Schenket mir euer unsterbliches Leben,
Götter! Was kann euch der Sterbliche geben? 15
Hebet zu eurem Olymp mich empor.
Die Freude, sie wohnt nur
In Jupiters Saale;
O füllet mit Nektar,
O reicht mir die Schale! 20
Reich' ihm die Schale!
Schenke dem Dichter,
Hebe, nur ein!
Netz' ihm die Augen mit himmlischem Thaue,
Dass er den Styx, den verhassten, nicht schaue, 25
Einer der Unsern sich dünke zu seyn.
Sie rauschet, sie perlet,
Die himmlische Quelle:
Der Busen wird ruhig,
Das Auge wird helle. 30
The German original is printed in the Notes to P. W., 1893, p. 619.
F
[Vide ante, p. [311]]
GOETHE
Wilhelm Meister, Bk. III, Cap. 1.—Sämmtliche Werke, 1860, iii, p. 194.
Kennst du das Land, wo die Citronen blühn,
Im dunkeln Laub die Goldorangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht
Dahin! Dahin 5
Möcht' ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.
G
[Vide ante, p. [311]]
FRANÇOIS-ANTOINE-EUGÈNE DE PLANARD
'Batelier, dit Lisette'
Marie, opéra-comique en trois actes, 1826, p. 9.
Susette, assise dans la barque.
Batelier, dit Lisette,
Je voudrais passer l'eau,
Mais je suis bien pauvrette
Pour payer le bateau:
—Venez, venez, toujours . . . 5
Et vogue la nacelle
Qui porte mes amours!
(Ils abordent. Lubin reste sur la rive à attacher sa barque.)
Susette, s'avancant en scène.
Je m'en vais chez mon père,
Dit Lisette à Colin.
—Eh bien! Crois-tu, ma chère, 10
Qu'il m'accorde ta main?
—Ah! répondit la belle,
Osez, osez toujours.
—Et vogue la nacelle
Qui porte mes amours! 15
Lubin et Susette
Après le mariage,
Toujours dans son bateau
Colin fut le plus sage
Des maris du hameau.
A sa chanson fidèle, 20
Il répète toujours:
Et vogue la nacelle
Qui porte mes amours!
H
[Vide ante, p. [313]]
Des Knaben Wunderhorn
Wenn ich ein Vöglein wär
Und auch zwei Flüglein hätt',
Flög' ich zu dir;
Weil's aber nicht kann sein,
Weil's aber nicht kann sein, 5
Bleib' ich allhier.
Bin ich gleich weit von dir,
Bin ich doch im Schlaf bei dir
Und red' mit dir;
Wenn ich erwachen thu', 10
Wenn ich erwachen thu',
Bin ich allein.
Es vergeht keine Stund' in der Nacht
Da mein Herz nicht erwacht
Und an dich gedenkt. 15
Wie du mir viel tausendmal,
Wie du mir viel tausendmal,
Dein Herz geschenkt.
I
STOLBERG
Lied eines deutschen Knaben.—Gesammelte Werke, Hamburg, 1827, i. 42.
Mein Arm wird stark und gross mein Muth,
Gieb, Vater, mir ein Schwert!
Verachte nicht mein junges Blut;
Ich bin der Väter werth!
Ich finde fürder keine Ruh 5
Im weichen Knabenstand!
Ich stürb', O Vater, stolz, wie du,
Den Tod für's Vaterland!
Schon früh in meiner Kindheit war
Mein täglich Spiel der Krieg! 10
Im Bette träumt' ich nur Gefahr
Und Wunden nur und Sieg.
Mein Feldgeschrei erweckte mich
Aus mancher Türkenschlacht;
Noch jüngst ein Faustschlag, welchen ich 15
Dem Bassa zugedacht!
Da neulich unsrer Krieger Schaar
Auf dieser Strasse zog,
Und, wie ein Vogel, der Husar
Das Haus vorüberflog, 20
[[1130]]Da gaffte starr und freute sich
Der Knaben froher Schwarm:
Ich aber, Vater, härmte mich,
Und prüfte meinen Arm!
Mein Arm ist stark und gross mein Muth, 25
Gieb, Vater, mir ein Schwert!
Verachte nicht mein junges Blut;
Ich bin der Väter werth!
The German original is printed in the Notes to P. W., 1893, pp. 617, 618.
J
[Vide ante, p. [318]]
LESSING
Sämmtliche Schriften, vol. i, p. 50, ed. Lachmann-Maltzahn, Leipzig, 1853.
Die Namen.
Ich fragte meine Schöne:
Wie soll mein Lied dich nennen?
Soll dich als Dorimana,
Als Galathee, als Chloris,
Als Lesbia, als Doris, 5
Die Welt der Enkel kennen?
Ach! Namen sind nur Töne;
Sprach meine holde Schöne,
Wähl' selbst. Du kannst mich Doris,
Und Galathee und Chloris 10
Und —— wie du willst mich nennen:
Nur nenne mich die deine.
The German original is printed in the Notes to P. W., 1893, pp. 619, 620.