DRITTER AUFTRITT
ADAM und LICHT.
ADAM
Mir ahndet heut nichts Guts, Gevatter Licht.
LICHT
Warum?
ADAM
Es geht bunt Alles über Ecke mir.
Ist nicht auch heut Gerichtstag?
LICHT
Allerdings.
Die Kläger stehen vor der Thüre schon.
ADAM
— Mir träumt’, es hätt’ ein Kläger mich ergriffen,
Und schleppte vor den Richtstuhl mich; und ich,
Ich säße gleichwohl auf dem Richtstuhl dort,
Und schält’ und hunzt’ und schlingelte mich herunter,
Und judicirt’ den Hals ins Eisen mir.
LICHT
Wie? Ihr euch selbst?
ADAM
So wahr ich ehrlich bin.
Drauf wurden Beide wir zu Eins, und flohn,
Und mußten in den Fichten übernachten.
LICHT
Nun? Und der Traum meint ihr —?
ADAM
Der Teufel hol’s.
Wenn’s auch der Traum nicht ist, ein Schabernack,
Sei’s, wie es woll’, ist wider mich im Werk!
LICHT
Die läpp’sche Furcht! Gebt ihr nur vorschriftsmäßig,
Wenn der Gerichtsrath gegenwärtig ist,
Recht den Partheien auf dem Richterstuhle,
Damit der Traum vom ausgehunzten Richter
Auf andre Art nicht in Erfüllung geht.