Sal. — — Mir fällt ein — Was trug das Mädchen für ein Kleid? Nicht ein lichtblaues mit rosenrothen Streifen?

Seb. (bebt und stottert) O wehe! Lolly und das Mädchen ist eins — (Sie hatte ein lichtblaues mit rothen Streifen!) (Weh mir!) (Er faßt sich und sagt laut zu Salassin) Ja das hab ich in der Eile nicht bemerkt — ich — dächte eher — ein grünes oder rothes —

Sal. (etwas freudiger) O so waren es 2 verschiedene Schönen! Aber — sie dankte mir nicht einmal — sie grüßte mich nicht wieder! — Erkennen hätte sie mich doch sollen!

Seb. (in stummer Angst für sich hin) Jaja! Freund! 2 verschiedene Mädchen! — Ich gönne dir deine Freude, und will sie dir nicht entreissen! Ha — mein Herz muß still schweigen — Salassin hat ältere Rechte — er ist mein Freund — mein Retter — (laut) Ein blaues Kleid trug sie?

Sal. Ja, Sebald, ja! Ich sah es sogleich; denn mir fiels in die Augen, weil ich Lollyn in keinem andern als einem weißen gesehen habe. — Aber was fehlt dir? Du blickst zur Erde? Du willst sprechen? und verstumst — Sebald?! —

Seb. Wenn ich sie doch nicht gesehen hätte!

Sal. Warum? Du erregst mir Unruh! —

Seb. (lacht laut auf) Aber ob wir nicht Thoren sind! Da machen uns 2 Mädchen bange! Wer weiß wer sie waren! Sie kannten ja uns nicht; denn sie wären doch so artig gewesen, und hätten uns wiedergegrüßt! Geh doch — furchtsame Augen sehen immer Gespenster, und verliebte den Mond fürs Liebchen an!

Sal. Mein Auge trügt sich nicht leicht — und du — ein Mahler?

Seb. Der manchmal zuviel sieht! — Komm wir kehren zurück.