Lolly. (starrt ihn an) Und kam doch nicht hieher noch?
Seb. Vielleicht hat er den Kaiser mitgeleitet — und verspätete sich —
Lolly. Aber es ist hoher Mittag schon —
Seb. Wahrhaftig — er sagt mir diesmal kein Wörtchen, wohin er gehen wolle —
Nun kam Bengler dazu, Sebald grüßte ihn und verbarg seine Verlegenheit — Lolly schlüpfte auf die Seite in unaussprechlicher Wallung, sie wußte nicht, was das werden sollte, und verließ die Beiden, um dem gepreßten Herzen durch lindernde Thränen im Nebenzimmer Luft zu machen.
Bengler und Sebald saßen auf einer Ottomanne.
Bengl. Das ist mir lieb — dich, Salassins Freund kennen zu lernen. Welly hat mir viel von dir erzählt. — Was macht Salassin? Warum kommt er nicht hieher? Was ist vorgefallen!
Seb. (faßte Benglers Hand voll Treuherzigkeit) Nimm es nicht übel — ich bin in einer schrecklichen Unruh — Deine Tochter liebt Salassin!
Bengl. Das ist mir nicht unbekannt — ich merkt es mit herzlicher Freude — wenn wir Väter gesellschaftlich beisammen waren, scherzten wir oft vergnügt über das Band, das unsre Kinder einmal verbinden kann — Ihre Seelen sind längst verlobt!
Seb. Das weiß ich als Salassins einziger Freund, und es ist mir darum recht sehr lieb, daß ich mit dir reden kann — deine Tochter verdient Schonung —