„Das läßt sich nicht bestimmen.
O du mußt uns öfter —
„Recht gerne!“
Das Gespräch hätte wieder sein Ende, und sie wandelten weiter in den labyrintischen Gängen des Parks. In der Mitte plätscherte eine Kaskade. Ein kristallener Erlenbaum schoß aus jedem künstlich gebildeten Zweige das flimmernde Wasser, das wie ein Staubregen in das Becken rieselte, und in einen schilfigten Teich rann.
Die Beiden weilten und sahen bald das schöne Schauspiel, bald — sich an, und ihr Lächeln, ihr schnell sich begegnender Blick fiel schneller zurück auf die Kaskade.
Eine Goldrose schwamm mitten im Teiche. Die leichten Wellen gaukelten sie näher an das Röhriggestade.
Eine Goldrose! — rief Lolly, und zeigte in den Teich. Salassin sammelte Kieseln, um die Blume durch ein geschicktes Werfen näher an den Damm zu treiben. Es gelang, und die Rose war fast mit der Hand zu erreichen. Schnell um dem schönen Gast zuvorzukommen, kniete Lolly auf den Grasdamm, und langte nach der Goldrose. Salassin der eben ein Stäbchen vom nächsten Strauche brach, stand mit dem Rücken gegen den Teich, und bemerkte die Müherinn nicht, die, indem sie nach der Blume tappte, das Gleichgewicht verlor, und mit einem lauten Ach! in den tiefen Teich sank. Erschrocken über den Schrey sprang Salassin dahin, als Lolly eben untertauchte.
Im Augenblick stürzt er sich nach, erhaschte sie, und schwamn das Mädchen in einem Arm haltend, damit er mit dem andern rudern könne, heraus.
Einen Theil der Gesellschaft führte der Zirkelweg auf die andere Seite des Teiches, sie erblickten mit lautem Hilfeschrein die klägliche Szene, aber kaum waren die meisten herbeigeeilt, als das Paar ganz naß schon wieder auf dem Damme stand.
Ich war so ungeschikt, — sagte Lolly, und streifte das triefende Wasser vom Gewand — und fiel in den Teich! O ich danke dir lieber Gast! Wie der Wind schnell trug er mich aus den Wellen!