„Vermuthlich hat sich jemand den Scherz gemacht, mich ein bischen bei der Nase zu führen. Doch das Vergnügen, das mir der schöne Abend im Freien gewährt, entschädigt mich süß genug — und ich will noch da bleiben.“

Er lagerte sich an den Bach unter dichtlaubigen Hollunder ins weiche hohe Gras, zu seinen Füssen plätscherten die Wellen, am wurzelvollen Ufer, und spielten mit Wasserröschen und Vergißmeinnichtblümchen. Eine Laute, die er bei sich trug — wie es damals Sitte ist — wurde zum sanfttönenden Echo seiner Gefühle ergriffen, er wühlte in den silbernen Seiten, und sang:

Im Abendthau

Näßt Flur und Au,

Der Dämmrung Grau

Beflort das Thalgemälde.

Mit Zweigen spielt

Der Wind und kühlt

Die Trift, und wühlt

Im wallenden Roggenfelde.