Du flügelst mich

In ihre mir offnen Arme.

Eben klang die letzte Strophe, das geschäftige Echo nach — Salassin verstummte in stiller Wehmuth, und Schwärmerei, und blickte starr auf den Spiegel des vorüber gleitenden Stroms, sieh da! Eine weiche Schwannenhand schlang sich zärtlich um den überraschten Schwärmer — und ein glühender Kuß ward auf seine Lippe gedrückt. Er sah auf und — Wellmine lag in seinen Armen an seinem Herzen.

Der Jüngling entwand sich mit Kälte — Wellmine — bist du es? — war sein erstes, als er sich vom Ueberraschen erholt hatte.

Ja, Jüngling — den ich unendlich liebe — ich bins! Ach vergieb meiner Zudringlichleit. Wenn in deinem Herzen auch nur ein Funke von dem Feuer meiner Liebe brennt — dann vergiebst du meiner Kühnheit, dich hieher zu bestellen, dich überall aufzusuchen.

Wellmine — du schwärmst —

O laß mir diese Schwärmerei, sie ist Thau der schmachtenden Blume, sie ist Trost meiner Seele. Noch einmal gesteh ichs dir — Jüngling mein Herz liebt dich unsäglich. Wo ich gehe, geht dein Bildniß vor mir. Ich wache und träume von dir, überall und immer — Seit wir in jener stillen Laube mit einander saßen — fühl ich mich umschlungen von deinem Arm, wie du mich umschlangst als ich damals im Tanze mit dir in Elisien zu schweben schien.

Dein Geständniß — ungestümmes Mädchen schmeichelt mir zu sehr — ich — weiß nicht — wie —

O sprich nicht aus, Lieber! Ach, ich habe so lange mich gesehnt an deiner Seite wieder einmal zu fühlen, des Himmels Entzücken.

Mädchen, — ich habe Geschäfte. —