Seb. Vielleicht gar die Eremitage eines Melankolikus!
Sal. Dort graut ein kleines Haus durch die Büsche!
Seb. Was ist das für ein Einfall! Schwarz angestrichen — das Dach sogar schwarz!
Sal. Aber es läst gut — das dunklere und hellre Grün der Zweige — und das melankolische Schwarz! — Aber horch! Der Klang hallt wieder! — Aus dem Hause! Nun höre doch, — ist das kein Euphon?
Seb. Was du für ein feines Gehör hast: schon auf eine halbe Stunde, im Dückicht noch, erkennst du den leisesten Ton!
Sal. Mahleraugen sehen — sagtest du einmal — die Wurzeln und Fasern, wo ein Andrer kaum die Warze bemerkt. Musikerohren unterscheiden die Töne bestimmt, wo du den Wind rauschen zu hören wähnst.
Seb. Eine Thüre! wir binden die Rosse an einen Baum — denn durch die kleine Thüre können wir einmal doch nicht reiten.
Sal. Was sollen wir aber in der Einsiedeley?
Seb. Menschen suchen und fragen, wo wir auf die Strasse kommen. Der Abend thaut schon!
Sie banden die Rosse fest an einen Baum, öffneten die kleine Gartenthüre mit Gewalt, und schliechen durch Büsche auf das schwarze Haus zu. Die Gänge waren voll Grau und Diesteln; sehr verwildert lings und und rechts geschlängelt. Die Hecken mit hohen Buchen und Tannen untermischt, wurden immer höher und sie verloren das Gebäude aus dem Gesichte.