Einem liebenden Paar einst getrennt, nun immer vermählet,

Und dem Gatten, ist dies Denkmal der Trauer gesezt.

Schlummert im Schoose der Ruh, ihr langebeweinten Geliebten;

Bis ein schönerer Tag ewig uns alle vereint.

Leudalie v. Felsthal.

Schweigend blickten Salassin und Sebald bald sich, bald die Monumente an, und verließen es endlich, da die Dämmerung des Abends sich immer mehr und mehr in Nacht verlor. Sie irrten noch lange umher, überall die ernste feierliche Einsamkeit, schaurig und doch nicht unangenehm, alles gemacht, die Seele einer bessern Welt vorzubereiten.

Endlich erblickten sie das romantische Haus, und traten leise an die halbgeöffnete Thüre. Eine weibliche Gestalt saß am Euphon und sank in den Klang der Saiten ein Klagelied. Sie war verlohren in ihre Wehmuth, und bemerkte die Fremdlinge nicht, die hinter ihr an der Thüre stille standen, und dem Gesange zuhörten. Sie sang ein Lied von Mathisson.

Wann ich einst das Ziel errungen habe,

In den Lichtgefilden jener Welt:

Heil der Thräne dann auf meinem Grabe