Zehntes Kapitel.
Wohlthun bekäme bald übel.
Der Morgen vergoldete den romantischen Garten: der alte Mann wünschte guten Tag! und brachte Früchte zum Morgenmahle —
Könnten wir mit der Dame nicht sprechen — guter Mann, sagte Salassin — Sebald sah durch das Fensterchen in den Garten.
Ohne ihr wehe zu thun — nicht! War die Antwort. Rede mit mir, was du zu sagen hast: ich höre und rede für sie.
Wer ist die Dame?
Sonst hast du nichts zu fragen? Dann geh ich —
Nicht doch — für das Nachtlager, für die freundliche Bewirthung wollten wir uns bedanken!
Für nichts — dankt man nicht!
Ist das nichts, uns bewirthet zu haben? Uns, die sie nicht kannte? Wir wünschten doch das edle Weib zu kennen.
Wird euch wenig frommen. Sie ist eine Dame, der Gatte und Kinder gestorben sind, die nun ihr Leben in stiller Trauer verweint — und ich bin ihr alter Diener — hier ist die ganze Geschichte — nun kommt! ich will euch aus dem Walde führen. Die Pferde hab ich schon gesattelt.