Hm — meinte Sebald — Salassin! Da erfahren wir nichts.
Sie erreichten endlich die Strasse. Naß vom feuchten Waldmoos waren die modischen Stiefelchen: Rock und Hut trieften vom herabrieselnden Thau.
Dahin geht die Strasse nach der Stadt — dorthin, von der Stadt. Lebt wohl, sprach der Alte, stieg vom Pferde und trat den Rückweg an.
Dank, lieber Mann! — sagten die Beiden, und drückten ihm ein Goldstück in die Hand.
Wozu das? — Ich habe Kräuter und Früchte — bin nicht in der Welt —
Nims zum Andenken.
Hört — wenn ihr so gut seyn wollt — sprach vertraulicher der Mann, und lächelte zum erstenmale ein bischen — Wenn ihr da in das Dorf kommt — wird euch ein grünangestrichenes Häuschen entgegen schimmern. Da geht hinein, und gebt es dem, den ihr antreffen werdet, und sagt — aber von Wort zu Wort: Das schickt euch Thoms der Murrkopf aus dem Walde.“
Der Alte sprachs, drehte sich um, und lief fort bis er ihnen aus den Augen war.
Ein sonderbarer Mann! dachten beide, schüttelten den Kopf, und zauberten sich das Gesehene zurück.
Sie kamen in das Dorf: klopften an die Thüre des grünen Häuschens: Ein Mann hager, blaß, ein Skelet von einem Menschen, streckte den Kopf zur Thüre hinaus.