Fig. 192.
Kochen des Latex und der Kautschukkuchen in Lusambo (Kongo).

Man unterscheidet hier folgende Koaleszenzmittel:

  1. Natürliche Methoden:
    1. Einfaches Verdunstenlassen an warmer Luft
    2. Verdunstenlassen am menschlichen Körper.
  2. Mechanische Methoden:
    1. Durch Schlagen, Buttern bei 50°;
    2. Durch Zentrifugieren nach BIFFEN.
  3. Chemische Methoden:
    1. Räucherung, z. B. mit der Räucherungsmaschine von CARDOCO DANIN;
    2. Einfache Kochmethode;
    3. Zusatz eines großen Quantums Wasser;
    4. Durch Salzwasser;
    5. Durch Vegetabilien, wie die Samen von Aurantiaceen, der Saft von Sachacamote, Bossasangasaft, die Wurzelknollen von Ipomoea bona nox;
    6. Durch Chemikalien, wie Alaun, Schwefelsäure, Seesalz, Seifenwasser, Alkohol, Sublimat, Calciumchlorid, Salzsäure, Phönicinschwefelsäure, Aceton, Eisessig, Ameisensäure, mit H2SO4 versetzte 4% Phenollösung;
    7. Durch Urin;
    8. Durch Sterilisieren mit Formaldehyd, Guajacol- oder Thymollösung, dann Verdünnen mit Wasser und Versetzen mit Oxalsäure, Ameisensäure, Zitronensäure oder mit wässerigen Extrakten der Termiten und Ameisen. (Vgl. TSCHIRCH, Harze und Harzbehälter 1906.)

Die Sitte, frische Pflanzenteile mit Zucker einzukochen — sog. Condita darzustellen, — die früher bei zahlreichen Heilpflanzen üblich war, z. B. auch bei Rhiz. Enulae, ist jetzt nur noch beim Ingwer, den dickschaligen Citrusarten (z. B. C. medica) — Citronat, Cedrat — und bei Angelica (in Clermont Ferrand) erhalten geblieben.

Fig. 193.
Die Fabrikation des Indigo.
[Nach Pomet, Hist. des drogues, 1694.]

Fig. 194.
Moderne Indigofabrik in Indien.
[Aus Roscoe-Schorlemmer, Lehrb. d. Chemie.]