Fig. 233.
Am Hafen von Hongkong.

Fig. 234.
Maracaibo, Muelle y Aduana.

Fig. 235.
Der Hafen von Smyrna. Wichtigster und größter Hafen der Levante.

Befindet sich die Droge dann in den europäischen Faktoreien im Innern des Landes ([Fig. 224] u. [225]), so wird sie häufig jetzt auf Faktoreidampfern die Flüsse hinab zu den Hafenplätzen geführt. Oder man benutzt die Eisenbahn. Denn Eisenbahnlinien gibt es jetzt in den Tropen schon viele. Besonders dort wo Stromschnellen oder Katarakte der Flußschiffahrt hindernd im Wege stehen, erweist sich der Bau einer Eisenbahn wenigstens auf dieser Strecke als unerläßlich zur Erschließung des Landes. So wird in nicht langer Zeit den Kongo aufwärts bis Katanga ein System, abwechselnd aus Eisenbahn- und Flußdampferstrecken bestehend, in Betrieb sein, das einen Verkehr von vielen Tausenden von Kilometern ins innerste Afrika hinein ermöglicht. So wird es auch nicht mehr lange dauern und man kann mit der Eisenbahn von Moskau über Turkestan, Buchara, Merw, Herat und Kandahar zur Küste des Indischen Ozeans gelangen. Geplant ist ja auch eine Bahn Kairo-Kapstadt. Java wird seiner ganzen Länge nach schon jetzt von einer Bahnlinie durchzogen, in das Hochland von Ceylon keucht das Dampfroß von Colombo empor ([Taf. XXI]), San José ist mit Guatemala, Porto Cabello und La Guaira sind mit Caracas ([Fig. 226]), Guajaquil mit Quito, Valparaiso mit Santiago durch Bahnlinien verbunden — der Hafen mit der Landeshauptstadt. Den Nil hinauf führt, die Krümmungen des Flusses und Katarakte umgehend, eine Bahnlinie bis Chartum. Selbst Argentinien ist nach allen Richtungen von Eisenbahnen durchzogen und mehr noch Vorderindien. Die mandschurisch-sibirische Linie, die für die Erschließung Sibiriens von ungeheuerer Bedeutung geworden ist, durchzieht ganz Nordasien in westöstlicher Richtung. Auch China denkt jetzt ernstlich an umfangreiche Bahnbauten.

Vorläufig sind aber noch die größten Ströme die wichtigsten Verkehrswege aus dem Innern der Kontinente zur Küste: der Mississippi ([Fig. 253]), der Congo, der Nil, der Indus, der Ganges, der Jang-Tse (Jangtsekiang), die Wolga.

Fig. 236.
Der Hafen von La Guaira (Venezuela).
[Nach Preuß.]