Fig. 237.
Rio de Janeiro, einer der schönsten und sichersten Häfen der Welt. Die Bai von Rio ist 22 km breit.
[Nach einem Gemälde von Hans Bohrdt.]

Fig. 238.
Rio de Janeiro mit dem Zuckerhut (Pão de Açucar).
[Nach Hengstenberg, Weltreisen.]

Eine eigene Rolle spielen die Stapelplätze im Innern des Landes, in denen die Produkte zusammenströmen, bevor sie zu den Hafenplätzen geschafft werden. Sie liegen stets an großen Strömen und beherbergen die Niederlassungen zahlreicher Handelshäuser, die schon hier die Produkte einkaufen. Ein solcher inländischer Stapelplatz größten Stils ist Hankow ([Fig. 227]) am Jang-Tse in China, wohin der allergrößte Teil des Rhabarber gebracht, wo er gestapelt und dann den Fluß hinab nach Shanghai geführt wird. Dorthin gelangt, da der Hoangho nicht gut schiffbar ist, selbst der Rhabarber des Nordens nach oft wochenlangem Überlandtransport. Weiter nach Westen liegen die großen Rhabarberstapelplätze Chung-king (Tschung-king am oberen Jang-Tse) und Cheng-tu (Tschöng-tu) nordwestlich davon. Ein solcher Stapelplatz war ehedem auch (seit 1725) Kiachta im Norden Chinas und Semipalatinsk, ein wichtiger Zentralpunkt der Karawanenstraßen für einen großen Teil Mittelasiens. Ein solcher Stapelplatz ist auch Chartum am oberen Nil, wohin das arabische Gummi aus dem Sudan gebracht wird, um erst hier sortiert, taxiert und dann den Nil hinabgeführt zu werden. Schon an dieser Stelle erhebt der Staat seine Zölle und Abgaben und verteuert dadurch das Produkt. Auch am oberen Amazonas bestehen solche Sammelstellen, hier besonders für Kautschuk (z. B. Mañaos). Ein Stapelplatz für Tee ist Kalgan (China).

Fig. 239.
Tampico la Galera, tomada del Muelle.

Fig. 240.
Am Hafen von Veracruz.

Fig. 241.
Curaçao. Eingang zum Hafen.