An der Westküste:

In Guatemala: S. José.

In Salvador: Acajutla, La Libertad.

In Nicaragua: San Juan del Sur.

Die Häfen Australiens sind: Sidney, Melbourne und Adelaide.

Auf die beiliegende Karte: «Die Handelsstraßen im XX. Jahrh.» sind alle für den heutigen Drogenhandel wichtigen Häfen, Stapelplätze und Binnenhandelsplätze eingetragen.

Ein Wechsel in den Handelswegen, der früher (vgl. das Kapitel: [Handelswege im Mittelalter] und [Geschichte]) so häufig eintrat, ist jetzt selten geworden. Er trat in neuerer Zeit beim Rhabarber ein, der vom XVII. Jahrh. an über Rußland, speziell Sibirien, nach Europa gelangte, von 1863 an aber, als die Brake in Kiachta aufgegeben worden war, über Shanghai exportiert wird. Im allgemeinen ist aber jetzt ein Wechsel seltener, da die Handelsstraßen jetzt ziemlich festgelegt sind. Es sei denn, daß irgendwo neue Kulturen eingerichtet werden. Immerhin macht natürlich jede der Handelsnationen gewaltige Anstrengungen, der anderen das Wasser abzugraben und den Handel an sich zu reißen. Handel ist Kampf.

Ganz neue Handelswege wird der Panamakanal erschließen, der dank der energischen Intervention Nordamerikas in zehn Jahren eröffnet werden soll. Eine ganz alte Handelsstraße — die durch das Rote Meer —, die seit der Entdeckung des Seeweges nach Ostindien verödet war, hat der am 16. November 1869 eröffnete, 160 Kilometer lange Suezkanal neu belebt, der den Weg von Triest nach Bombay um 63% verkürzt. Hier werden zwar jetzt nicht mehr von den ägyptischen Sultanen Durchgangszölle erhoben, wie ehedem im Mittelalter, wohl aber erhebt, jene alten Zölle ersetzend, die Suezkanalgesellschaft sehr hohe Gebühren für die Passage durch den Kanal, die bei einem großen Dampfer leicht die Höhe von 20–30000 Frs. erreichen. Kein Schiff erhält die Erlaubnis zur Einfahrt in den Kanal, das nicht vorher, wenn es von Süden kommt in Suez, wenn es vom Norden kommt in Port Said, das an die Stelle von Alexandrien getreten ist, die Durchfahrtsgebühr bezahlt hat. Aber auch dann noch muß das Schiff so lange warten bis die Passage frei ist. Denn nur ein Schiff hinter dem anderen kann vorläufig — bis die Verbreiterung beendigt ist — den Kanal passieren und nur an den Ausweichstellen (gares) können zwei Dampfer aneinander vorüber ([Fig. 242]). Die Dampfer dürfen den Kanal nur in langsamster Fahrt passieren.

Die Großdrogenhäuser haben in den überseeischen Häfen entweder eigene Zweigniederlassungen, Einkäufer oder Agenten oder lassen den Einkauf durch beauftragte Firmen besorgen.