Fig. 258.
Varnish Resin Sorting Floor in einem Londoner Warehouse (London Docks). Die Haufen sind vornehmlich sortierter Copal (Animi). Rechts im Mittelgrunde Blöcke von Wachs. Vorn ein Kanister mit Ol. geranii.
Fig. 259.
Essential Oil-Room in einem Londoner Drogen-Warehouse (London Docks), wo ätherische Öle, (Lemon-, Eucalyptus-, Peppermint-Oil), Benzoë u. dergl. besichtigt werden können. Ganz rechts Copaiba.
Fig. 260.
Drogenballen, Seronen und Säcke in einem Londoner Warehouse.
«Klassifikation» und Untersuchung im Laboratorium wird auch das indische Opium unterworfen, bevor es in den Handel kommt ([Fig. 245]–[248]).
Im allgemeinen gilt aber als Regel, daß die Hauptdrogenkontrolle in den Dockhallen der Ausfuhrhäfen erfolgt. In Shanghai werden die Rhabarberstücke mit einem Meißel durchschlagen, um wurmstichige, faule oder geschrumpfte Stellen aufzufinden — noch viel strenger war ja ehedem in Kiachta die Kontrolle — in Singapore schneidet man die Guttaperchaballen und -Ziegel in der Mitte durch, um Verfälschungen (mit Steinen, Dammar u. and.) aufzufinden, in den afrikanischen Häfen öffnet man, wenn dies nicht schon in der Faktorei im Inneren des Landes geschah, die Kautschukbals, um nach betrügerisch beigemischten Fremdkörpern zu suchen, in Smyrna schlägt man die Opiumkuchen auf und findet da oft alles nur mögliche: Steine, Schrot, ja große Bleikugeln, die betrügerischerweise zur Erhöhung des Gewichtes eingeknetet wurden. Hier kann man sich mit Erfolg der Röntgenstrahlen bedienen, um, ohne die Kuchen zu öffnen, die fremden Beimengungen zu ermitteln. Denn wie ich schon 1898 gezeigt habe, lassen sich Steine und Bleikugeln ganz leicht mittelst Röntgenstrahlen und dem fluoreszierenden Schirme nachweisen, ohne die Opiumkuchen zu öffnen (siehe [Pharmakophysik]).
Fig. 261.
Schausaal in einem Londoner Warehouse. Vorn Seronen mit amerikanischer Chinarinde, im Mittelgrunde Fardelen von Ceylonzimt.