Aller Nöte Kind geblieben.

Was noch kann die Zeit mir geben?

Such’ ich, was ich nie erworben? –

Ach, ich bin schon längst gestorben,

Und ich hab’ kein Recht zu leben!

Daß der junge Dichter solchen Stimmungen anheimfallen konnte, zeugt von der tiefen seelischen Not, die ihn oftmals gedrückt haben muß. Diese Not muß um so tiefer vorgestellt werden, als er von Natur eine glückhelle Seele war. Der geringste Sonnenstrahl, der in sein Elend fiel, half ihm über ewige Nächte hinweg. Wie leicht wäre er zufrieden gewesen! Er war kein Weltfeind, und nichts war ihm fremder als Menschenmäkelei. Gern hätte er mit der Welt in Frieden gelebt. Aber immer wieder mußte er ihr Dirnentum erkennen:

Wenn ein Mann schon mit ihr leben will,

Sie zur Gattin sich erheben will,

Muß er sich mit einer Dirne plagen.