„Waze Henn’ und weiße Henn’,

Ode Ei dud binnen Menn’.“

Trotz aller Versprechungen wollte das Kind nicht mehr von seinem Zaubersprüchlein enthüllen; als der Mann aber nun wieder weiter wandern wollte, rief es bittend mit weinerlich verzogenem Gesicht:

„Dabeiben! dabeiben! domd das dose Hund!“

„Wie heißt Du?“ fragte der Einsame lächelnd, als sich die Kleine bequem auf seinen Schoß setzte, den Kopf an seine Brust legte, sich noch ein wenig zurechtrückte und dann mit zufriedenem Blick zu ihm aufschaute.

„Ich heiß’ — ich heiß’ —“ sang sie halblaut und schläferig lallend, wispernd sagte sie dann: „Veonida!“

Der Mann flüsterte das Wort nach, leise nur wie ein Hauch ging es über seine erbleichten Lippen.

„Veronika... Veronika... Veronika!“

Ach, das war ja der geliebteste Name im Himmel und unter der Erde für ihn, denn ein kleiner Hügel in fernem Lande deckte das kleine Mädchen zu, sein Schwesterlein, das so hieß...