„Nichts für ungut! — Die Meinige hat schon Recht, alleweil Recht!“ — er kicherte; „es giebt gewisse Tag’, wo mit gewisse Leut’ nichts anzufangen ist.“
Er salutirte wie ein Soldat, machte mit einem Ruck Kehrt, und marschirte krampfhaft-stramm seinem Hause zu. Die Frau schüttelte die Hand des Fremden und ging ihrem Mann auf dem Fuße nach. Durch die Bewegung mochte das Kind in ihrem Arm erwacht sein, denn ihre frische Stimme fragte laut und zärtlich:
„Na, ist die Henn’ kommen, Du — Du?“...
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Der einsame Mann schritt im Mondlicht mit ruhiger Seele heimwärts... Als er den alten Musikanten am nächsten Morgen aufsuchte, da hatte er das brennende Bedürfniß, zu reden, einem weichen Menschenherzen sein kleines Erlebniß zu erzählen, das ihn so ganz zurückgeführt hatte in die Vergangenheit. Nach etwa acht Tagen brachte er Abends um sieben Uhr eine über einen Rahmen gespannte Leinwand heim und trug sie in den Aufbau zu seinem neuen Freunde. Wieder nach einigen Tagen kam ein Bube hinter ihm heim, der eine Staffelei trug, dann schleppte er am Sonntag früh einen Farbenkasten daher, und endlich ging er selbst jeden Morgen um sechs Uhr zu dem Musikanten und malte bei ihm.
Wenn aber an Sonn- und Feiertagen der alte Musikant seine schönsten Weisen spielte und der „einsame Spatz“ still droben saß bei ihm und malte, da lauschte die „blaue Gans“, und die Nachbarn sagten:
„Aha! unsere Zwei künsteln.“
Nur ein Wort.
„Erinnerst Du Dich noch an die Prinzessin?“