»Ihr seid auf diesen Platz gegangen, um allein zu sein«, sagte ich, »also muß ich euch verlassen.«
»Wenn ihr mich nicht aus Absicht meidet, so ist es nicht ein Müssen, daß ihr mich verlasset«, antwortete sie.
»Wenn es nicht eine Pflicht ist, euch zu verlassen«, erwiderte ich, »so müßt ihr euren Platz wieder einnehmen, von dem ich euch verscheucht habe. Tut es, Natalie, setzt euch auf eure frühere Stelle nieder.«
Sie ließ sich auf das Bänkchen nieder, ganz vorn gegen den Ausgang, und stützte sich auf die Marmorlehne.
Ich kam nun auf diese Weise zwischen sie und die Gestalt zu stehen. Da ich dieses für unschicklich hielt, so trat ich ein wenig gegen den Hintergrund. Allein jetzt stand ich wieder aufrecht vor dem leeren Teile der Bank in der nicht sehr hohen Halle, und da mir auch dieses eher unziemend als ziemend erschien, so setzte ich mich auf den andern Teil der Bank und sagte: »Liebt ihr wohl diesen Platz mehr als andere?«
»Ich liebe ihn«, antwortete sie, »weil er abgeschlossen ist und weil die Gestalt schön ist. Liebt ihr ihn nicht auch?«
»Ich habe die Gestalt immer mehr lieben gelernt, je länger ich sie kannte«, antwortete ich.
»Ihr ginget früher öfter her?« fragte sie.
»Als ich durch die Güte eurer Mutter manche Geräte in dem Sternenhofe zeichnete und fast allein in demselben wohnte, habe ich oft diese Halle besucht«, erwiderte ich. »Und später auch, wenn ich durch freundliche Einladung hieher kam, habe ich nie versäumt, an diese Stelle zu gehen.«
»Ich habe euch hier gesehen«, sagte sie.