»Und noch jemand muß gefragt werden.«
»Wer?«
»Unser edler Freund. Er ist so gut, so weise, so uneigennützig. Er hat unserm Leben einen Halt gegeben, als wir ratlos waren, er ist uns beigestanden, als wir es bedurften, und jetzt ist er der zweite Vater Gustavs geworden.«
»Ja, Natalie, er soll und muß gefragt werden; aber sprecht, wenn eins von diesen nein sagt?«
»Wenn eines nein sagt, und wir es nicht überzeugen können, so wird es Recht haben, und wir werden uns dann lieben, so lange wir leben, wir werden einander treu sein in dieser und jener Welt; aber wir dürften uns dann nicht mehr sehen.«
»Wenn wir ihnen die Entscheidung über uns anheim gegeben haben, so mußte es wohl so sein; aber es wird gewiß nicht, gewiß nicht geschehen.«
»Ich glaube mit Zuversicht, daß es nicht geschehen wird.«
»Mein Vater wird sich freuen, wenn ich ihm sage, wie ihr seid, er wird euch lieben, wenn er euch sieht, die Mutter wird euch eine zweite Mutter sein und Klotilde wird sich euch mit ganzer Seele zuwenden.«
»Ich verehre eure Eltern und liebe Klotilde schon so lange, als ich euch von ihnen reden und erzählen hörte. Mit meiner Mutter werde ich noch heute sprechen, ich könnte die Nacht nicht über das Geheimnis herauf gehen lassen. Wenn ihr zu euren Eltern reiset, sagt ihnen, was geschehen ist, und sendet bald Nachricht hieher.«
»Ja, Natalie.«