Und der hohe Richter spricht:
»Lass' dich, Jüngling, fragen!
Kennst du diese Waffe nicht,
Und, wer sie getragen?
Dich erkennt an solcher Spur,
Wer sie aufgefunden;
Und mit solcher Waffe nur
Schlägt man solche Wunden. —
War es nicht der Bote dein:
Der, von Dir verblendet,
Deine Braut, durch leeren Schein,
In den Tod gesendet?
Gieb das zarte Kind zurück:
Das, durch dich entschwunden;
Dessen Spur auch Vater-Blick
Nirgend noch gefunden!« —
Heil, im Auge seine Braut,
Die der Mord erschlagen:
Schien mit allem Tod' vertraut,
Nicht mit solchen Klagen.
Nun, bekannt mit seinem Loos,
Rings um sich Verderben,
Sprach der Jüngling, ruhig gross,
Wie der Held im Sterben:
»Jenes Beil, mein Kläger hier,
Meine Lieblingshabe:
Wie es frommte mir und Ihr,
Folg' es mir zu Grabe!
Solch ein Werkzeug nur allein
Sollte mich begleiten:
Ihr, im weichen Sandgestein,
Obdach zu bereiten.
Zürne nicht, verklärte Braut!
Wenn ich nicht verhehle:
Dass ich nur für Dich gebaut
Jene zweite Höhle.