Was dem Blicke dort erstand,
Stufen und Gelände:
Schuf das Beil in meiner Hand;
Schufen diese Hände.

Sank denn Heil so tief herab:
Sich ein Werk voll Grauen, —
Seiner Braut ein frühes Grab —
Schmachvoll zu erbauen? —

Doch, wir stehen vor Gericht;
Und die Richter sagen:
Jenes Beil im Blute spricht,
Er hat sie erschlagen!...

Höret nun von mir Bescheid,
Auf die zweite Klage!
Neues Weh' und neues Leid
Weckt die Boten-Frage.

Glaubet! meine Seele weiss
Noch von keinem Boten:
Der die Braut, auf mein Geheiss,
Sandte zu den Todten.

Nur bei Tages Untergeh'n
War es uns beschieden:
Dort zu feiern Wiederseh'n,
In der Höhle Frieden.

Also war es Fug und Brauch
Für die Zwei geblieben;
So betrat ich, gestern auch.
Meine Bahn zur Lieben:

Noch zu enden war ein Theil,
Hoch am Grottenrande;
Und ich zog mein liebes Beil
Aus dem Gürtelbande.

Aber, als ich wohlgemuth
Mein Asyl erreiche:
Weh', da lag, in ihrem Blut',
Meiner Jungfrau Leiche!

Da entsank das Beil der Hand;
Kraftlos sank ich nieder;
Und — am Eis der Todten fand
Mein Gefühl sich wieder!...