Bess're Welt ist aufgethan
Allem Erdenblicke;
Thaten brechen dir die Bahn,
Leiden sind die Brücke.
Auf nun, Henker, sei bereit!
Sieh die Qual mich tragen;
Doch den Sieger auch im Streit
Sein Geschick erschlagen!" —
Also spricht er, und entschwebt.
Laut beweint von Allen:
Wie er frei und schön gelebt,
Frei und gross zu fallen.
Und die Knechte führen ihn,
Ob er sich bedenke,
Nach den Thurmgewölben hin,
Vor die Marterbänke.
Dort, wo Heide oder Christ
Schrecken fühlt und Grauen:
Soll er jedes Qualgerüst',
Nach der Stufe, schauen.
Folter, die auch Felsen bricht,
Oeffnet ihre Schrauben:
Blut und Mark, nur Ehre nicht,
Peinvoll ihm zu rauben.
Und ein Sichel-Mühlwerk steigt,
Knirschend, auf und nieder;
Und die Eisenjungfrau zeigt
Ihre Stachelglieder.
Eine Hölle zieht herbei,
Seinem Muth' entgegen;
Doch — er lächelt, wie der Mai
Unter Blüthenregen.