Da sie fiel, durch Mörderstahl,
Die mir Gott gegeben:
Find ich nur im Leben Qual,
Und im Tode Leben.

Möge denn, an meinem Muth',
Euer Holz und Eisen
Seine Kraft und seine Wuth,
Wie an Ihr, beweisen!...

Einen Wunsch, auf Erden hier.
Hab' ich noch zu nennen:
Wollet nur ein Grab mit Ihr,
Gnädig mir vergönnen!

Wenn das Opfer Euch erlag:
Soll der Vorhang schwinden!
Kommen wird ein Rächer-Tag,
Und den Mörder finden.

Oh, die Ahnung sagt mir laut,
Wer die That begangen;
Und, von Wessen Stahl die Braut
Solchen Tod empfangen!

Eine Geisterstimme tönt,
Wie aus Gräberhallen:
»Die das Leben dir verschönt,
Ist für dich gefallen!«

Braut, wir horchen deinem Ruf'!
Einig sind die Beiden!
Wer die Zwei zu Einem schuf,
Wird sie nimmer scheiden. —

Erdenleib, im Erdenrund',
Fröhnt der Mutter-Scholle;
Und der Geist, im Körper wund,
Uebt nur Sklaven-Rolle.

Droben, in der Geister-Bahn,
Herrschen Geister-Mächte;
Sonnen sind dir unterthan,
Und Planeten Knechte.

Wie, und Erde soll den Geist
Weg von Dir verbannen? —
Nein, mit Einem Tritte weist
Sie der Muth von dannen!