Was vor Unbill uns bewahren,
Und den Jüngling retten soll:
Mag dem Richter offenbaren
Ein Bekenntniss, grauenvoll!
Elf der Monde, trüb und heiter,
Sanken in der Zeiten Meer:
Seit ich zwei der Lanzenreiter
Aufnahm, aus dem Polen-Heer.
Adam Jakubowski nannte
Sich der Eine, Frag'-gerecht;
Peter Skudritz, so bekannte
Seine Schrift den zweiten Knecht.
Beide waren, jung von Jahren,
Flüchtig aus dem Polenstreit',
Kriegeskundig, diensterfahren,
Mir zu dienen, schnell bereit.
Manchem Raubthier, unverdrossen,
Folgten sie, bei Nacht und Tag';
Doch — das Herz der Jagdgenossen
Bald dem bösen Feind' erlag!
Nur dem Zank' und Trunk' ergeben,
Höhnend Strafen und Gericht;
Schonten sie der Hütte Leben,
Wie das Burggesinde nicht.
So, nach vielen Schuldbeweisen,
Sann ich endlich nur darauf:
Sie aus meinem Dienst' zu weisen,
Nach vollbrachtem Jahreslauf'.
Doch — wie Espenzweige beben,
Buhlt ein West im Blätterdach:
So, mit Zittern, trat so eben
Skudritz ein, in mein Gemach.
Höllenqual im Schuldgewissen,
Wie sie nur ein Gott erweckt:
Haben ihm das Wort entrissen,
Das den Mörder aufgedeckt.
Draussen weilt er, rufgewärtig,
Sein Verbrechen zu gesteh'n;
Und, zu seinem Ende fertig,
Nur um schnellen Tod zu fleh'n.«