Der Henker sucht und findet bald
An nachgewies'ner Stelle,
Den Mörder, todt im fernen Wald',
Den Mordstahl in der Quelle;
Um Beides, nach dem Richterspruch,
Beladen mit dem Zeitenfluch,
Und allem Volke zum Gedenken,
In tiefen Schlammes Pfuhl zu senken.


Bereitet wird ein Ehrengrab,
Der Jüngling frei gesprochen;
Und über Skudritz wird der Stab
Von Richterhand gebrochen.
Und ungesäumt und ungetheilt,
Die Menge nach dem Kerker eilt:
Mit Preis und Lob, die ihm gebühren,
Den Heil zum Heil herbeizuführen.


XIV.

Heil, im Garten von Segewold.

Garten, dem ich Leben gab:
Senke deinen Stolz danieder!
Deine Flora ging zu Grab',
Und kein Frühling weckt sie wieder!

Rosenblüthe, weiss und roth:
Neige deine Zauberfülle!
Meine Rosa brach der Tod:
Schmücke nun die Leichenhülle!

Veilchen, das der Hain verbarg,
Veilchen von der Alpenwiese:
Blühet nun an ihrem Sarg,
Wie ein Kranz vom Paradiese!