XVI.
Heil, noch einmal vor dem Richter.
Der Jüngling Heil, nun Mann geworden,
Durch Leiden, die er gross bestand:
Er sehnt sich aus dem Land des Norden,
Zur Heimath, in sein Wiegenland.
Doch eh' das Grabmal seiner Freuden
Von ihm empfing die letzte Pflicht:
Da trat er, sonder Groll zu scheiden,
Noch, also sprechend, vor Gericht:
»Es ward ein theures Blut vergossen,
Der Mörder fand verdientes Grab;
Nun — habet Ihr den Tod beschlossen,
Auf einen, der mir Leben gab.
Denn, wäre Skudritz Euch entflüchtet,
So wie es stand in seiner Macht:
So hätte Folter mich vernichtet,
Und Schande mir der Tod gebracht.
Dann auch bedenket Eure Lage,
Vor Thron, Gewissen und der Welt:
Wenn Gott die Wahrheit hier zu Tage,
Den Frevel an das Licht gestellt!
Der Skudritz war, an seiner Stelle,
Berückt, bethört, von blindem Wahn;
Nur Sklave blieb der Mordgeselle,
Und stets dem Mörder unterthan.