Anmerkung
Ich benutze diese Gelegenheit zur Charakterisirung einer Subspecies von Neu Guinea.
Peters & Doria beschrieben (Ann. Mus. Gen. XVI, 696 1881) nach einem Weibchen von Salawati Vesperugo papuanus und Thomas (NZ. II, 164 1895) führte ihn von Fergusson Insel, D’Entrecasteaux Gruppe, im Südosten von Neu Guinea, auf, ohne weiter eine Bemerkung dazu zu machen. Das Dresdner Museum erhielt eine Anzahl Exemplare von Bongu, an der Astrolabebai, Ost Neu Guinea, die dieser Art sehr nahe stehen, wenn auch nicht mit ihr zu identificiren sind. Ich nenne sie:
Vesperugo papuanus orientalis.
Sie unterscheiden sich in folgenden Punkten: Vorderarm 27–31 mm (statt 27), 27 kommt nur bei éinem Exemplar unter 19 vor, meist 28, aber auch 29, 30 und 31 mm; die Füsse sind viel robuster, die Haftscheiben am Daumen und an den Fussohlen viel deutlicher ausgeprägt (die Individuen variiren in dieser Beziehung etwas untereinander); endlich ist p 2 inf. ⅔ so gross wie p 1 inf., nicht ½ wie bei dem Salawati-Exemplare nach der Angabe von Peters & Doria, wobei ich aber bemerken muss, dass bei dem Typus, den ich durch die Güte des Hrn. Dr. Gestro untersuchen konnte, das Verhältniss von ½ nicht scharf ausgeprägt ist, es neigt da auch zu ⅔. Auf alle Fälle aber differiren die Ost Neu Guinea-Exemplare von dem von Salawati genügend, um sie vorläufig subspecifisch abzutrennen. Es wird sich später erweisen, ob ihnen Species-Charakter zukommt.
Das Männchen besitzt einen kleinen zweispitzigen Ruthenknochen. Dobson (Cat. 1878 p. XXIX) sagt von den Penisknochen der Chiropteren im Allgemeinen: „Its form varies sometimes considerably even in species of the same genus.“
[[Inhalt]]
19. Vesperugo minahassae n. sp.
[Tafel IV], Fig. 3 (2⁄1 n. Gr.)
- V. brunneus (supra: Ridgway inter III, 5 et 11, subtus: III, 11), alis nigricantibus, corpore compacto, capite depresso, auriculis modicis, margine externo infra labiorum commissuram inserto, trago margine interno fere recto, externo convexo, apice subacuto; alis malleolis affixis; cauda apice extremo prominente; incisivo primo superiore tricuspido, secundo parvo, apice subcrenato; praemolari primo superiore juxta caninum inserto, secundo minimo, intra aliorum dentium ordinem posito, extrinsecus non visibili; incisivis inferioribus secundum mandibulae directionem positis; pene ossiculo armato.
- Long. tot. c. 95 mm, antibr. 36 mm.
- Habitatio: Celébes.
- a. mas, in Spiritus, Tomohon, Minahassa, Nord Celébes, II 94.