Endlich bemerke ich über einen auch neuerdings erhaltenen alten männlichen Schädel (B 3556) von 302 mm Länge aus dem Gorontaloschen (wo der Babirusa tualangio heisst), dass ihm p 2 sup. sin. fehlt und dass dessen Alveole vollkommen verstrichen ist; in Folge davon hat sich p 2 inf. sin. abnorm entwickelt, er überragt mit seiner Spitze die Kaufläche von p 2 um 6 mm, während diese bei p 2 inf. dex. unter der von p 1 bleibt, und stösst fast an den Rand des Oberkiefers; p 2 inf. sin. steht mit seiner Basis auch höher als p 1, was wohl ebenfalls eine Folge des fehlenden Antagonisten ist; denn dass die Wurzel des unteren Hauers die Basis in die Höhe getrieben haben sollte, ist nicht anzunehmen, weil der Zwischenraum zwischen ihrer Alveole und dem Kieferrande zu gross ist. In diesem Fall hat aber auch die Wurzel des oberen Hauers p 2 sup. sin. nicht etwa ausgetrieben, denn ihre Alveole berührt dessen Basis nicht. Wenn schon, wie wir oben und l. c. p. 22 sahen, p 3 Wechselfällen in höherem Maass ausgesetzt ist, so scheint sich doch auch p 2 mehr oder weniger, wenn auch seltener, anomal zu entwickeln, und steht auch dies wohl in Correlation zu dem aussergewöhnlichen Wachsthume des Eckzahnes.

Bei einem schon länger im Museum aufbewahrten adulten Schädel von Buru (Nr. 1993), von 284 mm Länge, liegt p 2 sup. sin. nicht hinter p 2 inf., wie normal, sondern sie stehen übereinander und in Folge dessen haben sich die Spitzen gegenseitig platt geschliffen.

Was die Verbreitung des Babirusa anlangt (l. c. p. 15), so erfuhr ich inzwischen, dass er bei Tolitoli (Nordküste von Celébes) ganz ausserordentlich häufig vorkomme.

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Cervidae

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42. Cervus moluccensis Q. G.

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Rörig (Geweihslg. 1896, 49) hat neuerdings den Hirsch von Celébes nach einem Geweih artlich als „C. celebensis?“ abgetrennt und (l. c. Fig. 19) abgebildet; er sagt: „Die Geweihform dieser Species unterscheidet sich insofern von den eben beschriebenen (equinus), als die von der Hauptstange abgehende Sprosse nicht hinten oder innen, sondern an der Aussenseite sich abzweigt, so dass die dadurch entstehende Gabel nicht seitlich, sondern vorn offen ist. Die Träger dieser Geweihe bilden in Bezug hierauf somit den Übergang zu denjenigen Hirschen, bei denen jene Sprosse auf der Vorderseite der Stange entspringt und auch nach vorn gerichtet ist, wie wir es z. B. bei den Molukkenhirschen wahrnehmen“ (vgl. auch seine schematische Tafel zu S. 16). Lydekker (Deer of all Lands 1898, 166) nennt den Celébeshirsch C. hippelaphus moluccensis (Q. G.) und nimmt auf Rörig keine Rücksicht. Weber (Zool. Erg. I, 112 1890) führte nach Geweihen den Celébeshirsch als Russa russa S. Müll. ausser von Süd Celébes von der Insel Saleyer auf, Hickson (Nat. Cel. 1893, 69) von der Insel Talisse im Norden von Celébes.