3. Molossus abrasus (Temm.)

[Tafel XI], Fig. 9

4 Exemplare von Surinam (3 Stuttgart). Obere Ränder der Nasenlöcher wulstig und mit warzigen Vorsprüngen, vereinigen sich nach abwärts zu einer medianen Leiste. Letztere dicht besetzt mit wenig ausgeprägten, nur bei éinem Exemplare mittlerer Form sich nähernden, Spatelhaaren, die vereinzelt auch noch auf die medialsten Theile des oberen Nasenlochrandes übergreifen. Sonst am Kopfe keine Spatelhaare. — Felder an den Füssen locker behaart, Haare verhältnissmässig dunkel, denen am Gesichte sehr ähnlich, z. Th. ziemlich lang, namentlich am äusseren Rande des Feldes der fünften Zehe. [[48]]

Dobson (PZS. 1876, 712; Catal. 1878, 415) sagt über die Haare an der Schnauze: „… the upper margin of the nasal disk thus formed on each side is finely and evenly toothed, and the internasal ridge covered with short spoon-shaped hairs, similar to those forming a broad patch between the nostrils and upper lip in M. rufus, but strictly limited to this ridge ..“[26]. Ich bemerke dazu, dass für die mir vorliegenden Exemplare gerade dieser Art der Ausdruck „löffelförmige Haare“ kaum gerechtfertigt erscheint, doch kann ja an Dobsons Exemplaren die Form besser ausgebildet gewesen sein.

4. Molossus perotis (Wied)

[Tafel XI], Fig. 10

1 Exemplar von Surinam (Stuttgart). Am Kopf ähnlich wie bei vorigem wenig ausgeprägte Spatelhaare in geringer Zahl ausschliesslich auf einem senkrechten leistenartigen Felde zwischen den Nasenlöchern, auch jederseits oben auf ihren Rand übergreifend. — Haare an den Füssen am Ende wenig verbreitert.

Burmeister (Syst. Übers. Thiere Brasil. I. Säugeth. 66, Berl. 1854) sagt über diese Art: „… die Hinterzehen sind kräftig, besonders die erste und letzte, welche die steifen Häkchen[26] tragen …“ Auch erwähnt er (ebendort) die „mittlere stark behaarte Längsschwiele“ an der Schnauze, ohne jedoch etwas über die Form der Haare zu sagen. Vielleicht aber ist die früher citirte Angabe über das Vorkommen von „hakenförmig aufwärts gebogenen Borsten“ auf den Lippen des Genus Dysopes (= Molossus und Nyctinomus) überhaupt (ebendort S. 66) auch speciell auf diese Art zu beziehen.

Cheiromeles Horsf.

Cheiromeles torquatus Horsf.