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Addenda

Seite 5, 1. Zeile, füge hinzu: Sowie vom Pik von Bonthain, circa 1350 m hoch, Wald bei Erelompu, Süd Celébes.

Seite 20, 4. Zeile: Die Exemplare von Crocidura fuliginosa (Blyth) sind in Spiritus conservirt.

Seite 20, Zeile 12 von unten: Das Exemplar ist in Spiritus conservirt.

Seite 20, Zeile 6 von unten: Es ist noch ein junges Exemplar (h), Fell und Schädel, in Spiritus, von Rurukan, Minahassa, Nord Celébes, vorhanden. [[1]]

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Von früheren Zusammenstellungen abgesehen, kannte Wallace 1880 (Island Life 426) nur 16 Landsäugethiere von Celébes[1], Jentink dagegen 1888, auf den für diese Erdgegend reichsten Materialien des Leidener Museums fussend, 45, darunter 19 Fledermäuse (T. Aardr. Gen. 2. s. VI, 250 1889). Aber auch diese Zahl ist noch sehr weit von der thatsächlichen entfernt. Ich kenne bereits 83 Landsäugethiere, darunter 39 Fledermäuse, vom Festland, und rechnet man die Inseln hinzu, im Umkreise, wie sie zum Celébes-Areal als Übergangzone zwischen der Orientalischen und Australischen Region gehören (s. Meyer & Wiglesworth: Birds of Celebes, map I u. Intr. p. 130 1898), also einschliesslich Talaut, Sula und Kalao und was dazwischen liegt, so zähle ich 96 Landsäugethiere, darunter 44 Fledermäuse[2]. Bedenkt man aber, dass die Hochgebirge, die auf dem Festlande bis 10000 Fuss ansteigen, noch so gut wie unbekannt und die Inseln kaum erforscht sind, und dass auf den Hochgebirgen des benachbarten Luzon in den letzten Jahren viele neue Arten aufgefunden wurden (cf. Thomas TZS.[3] 1898 XIV, 377 sq.), so kann man auf Celébes auch noch viel des Unbekannten vermuthen, um so mehr als die Vogelfauna sich der der Philippinen näher verwandt erwiesen hat, als der der anderen benachbarten Länder (siehe Meyer & Wiglesworth: Birds of Cel., Introd. p. 130 1898). Es ist daher vielleicht nicht zu optimistisch, wenn man annimmt, dass ein Drittel oder gar die Hälfte der Säugethiere noch zu entdecken bleibt. Niemand aber brachte so viele Arten von Celébes heim wie die Herren Sarasin; sie erbeuteten 44 Landsäugethiere, darunter 17 Fledermäuse, und wenn alle von dort gekommenen zusammen auch, wie wir sahen, fast die doppelte Zahl ergeben, so ist das erzielte Resultat doch um so beachtenswerther, als diese Forscher sich bekanntlich auf den verschiedensten Gebieten der Naturwissenschaften bethätigt haben, und sie, eben ihrer breiten Interessensphäre wegen, in keiner Weise etwa ihr Hauptaugenmerk auf die Säugethiere des Landes lenken konnten.

Bezüglich der Localitäten, an denen von ihnen in den Jahren 1893–1896 gesammelt wurde, vergleiche man die ausführlichen, bei Gelegenheit der Bearbeitung ihrer Vogelsammlungen gemachten Angaben in diesen „Abhandlungen und Berichten“ 1894/95 Nr. 8 und 1896/97 Nr. 1, sowie die Karte II der „Birds of Celebes“ 1898. Ich recapitulire hier nur, dass sie 1893–1894 im Norden der Insel waren, 1895 in centralen Gegenden und 1895–1896 im Süden (siehe Z. Ges. Erdk. Berlin 1894 XXIX, 351; 1895 XXX, 226, 311; 1896 XXXI, 21 und Verh. Ges. Erdk. Berlin 1896, 337. Mit 7 Karten).

Meine 1. Abhandlung über „Säugethiere vom Celebes- und Philippinen-Archipel“ (mit 15 Tafeln) findet sich im VI. Bande, 1896/97, und hoffe ich noch weitere Fortsetzungen folgen lassen zu können. [[2]]