»Welcher denn!«
»Der mit dem rothen Fähnchen uff der Flinte — wees de, was der is? Gorporal is er, und weil er die kleene Fahne hat, nennt mer’n ooch Schallonär!«
»Der Kleene mit den krummen Beenen?«
Furchtbare Keilerei folgte diesen Worten.
Endlich kam der Commandant mit seinem Adjutanten angaloppirt. Die Compagnien standen rangirt und marschfertig.
»Ich bitte Eich blos«, flehte ein Hauptmann seine Leute an, »macht mer ene ordentliche Schwenkung, un ja Keener links statt rechts um, die Studenten ham’s eemal heute wieder reene uff uns abgesehen, und looft nich so durchenander, wie de Horburger Zwiebellaatscher — —«
»Achtung!« commandirte der Commandant, »zu Zweien abgezählt — — Zweien ausgerückt — — rechts um — — vorwärts Marsch!«
Die prächtige Musik fiel ein, die Trompeten der Escadron erklangen, die Keilerei der Jungen endete mit einigen letzten Püffen und Kopfnüssen, und wie eine buntschillernde Schlange wand sich der Stolz der Leipziger Frauen und Kinder im möglichsten Gleichtritt um Promenade und zur Gerberstraße oder dem Rosenthalthore hinaus dem kaum zehn Minuten entfernten alten Exercirplatze zu.
»Meester — se ham rechts statt links!«