Itzig Ephraim blinzelte den Verkäufer mitleidig an, faßte nach seinem schmierigen Cylinder und erklärte feierlich, daß er darauf dem »gnädigen Herrn« nicht bieten könne, worauf ihn derselbe »zum Teufel« zu gehen einlud und erklärte, der nächste Concurrent Itzig’s, der sich auf der Straße bemerkbar mache, solle die Sachen haben. Itzig Ephraim verschwand und wir Beide sahen uns verständnißinnig an, aber noch ehe wir unsere Bemerkungen austauschen konnten, öffnete sich ganz leise die Thür wieder ein wenig, Itzig steckte den Kopf herein und sagte mit flötender Stimme:

»Wollen Se nehmen zwei Thaler?«

»Nee — machen Sie, daß Sie fortkommen!«

Die Thür öffnete sich etwas weiter.

»Wollen Se auch nischt nehmen drei Thaler vor das alte Zeug, was nischt werth is acht gute Groschen?«

»Unser Student« schwieg verstockt und wendete sich dem Fenster zu, da eben auf der Straße wiederum der Ruf »Nix zu handeln hier« hörbar wurde.

Aber auch Itzig Ephraim Rosenstiel hatte den Ruf vernommen und, erschreckt ob der ihm drohenden Concurrenz, schob er seine glänzende Person aufs Neue ins Zimmer.

»Gott wie heißt — gnädiger un gelehrter Herr — wollen Se verruiniren e armen Geschäftsmann, was gekimmen is hundert Meilen von Polen, um zu verdienen s’ Brot vor seine armen Kinder — wollen Se nehmen finf Thaler?«

»Unser Student« stand am Fenster und beugte sich hinaus.

»Gott — was werden Se rufen erst e Andern, der doch nischt kann mehr geben als ich, was wollen Se haben im Ernst?«