„Himmelsakra! Hecke und Graben im Flug genommen! Ratsch über die Wiese!“

„Jetzt klabastert’s schon auf der Landstraße! Das weiß den Weg nach deiner Futterkiste!“

„Dann wird’s auch wissen, wie leer sie ist! Heißa! Hussassah!“ schrie der Alte und trat zur Seite. Denn jetzt sauste es heran mit rasender Schnelligkeit. Dann: ein Ruck [pg 19]– alle viere in die Erde gestemmt – den Reiter in elegantem Bogen abgeschleudert und – war’s Zufall, war’s Instinkt – still stand es gerade vor dem Futtermarschall, zitternd, schaumbedeckt und leise wiehernd, als ahne es dessen nahe Beziehung zum Hafertrog.

Die beiden Husaren hielten sich die Seiten vor Lachen.

„Habt Ihr’s aber eilig, junger Herr!“ sagte der Alte.

„Ich habe nur Eure Fahne gegrüßt!“ sagte Gebhard, der schon wieder auf den Beinen war, und zeigte auf das blaugelbe Tuch, das über ihren Häuptern flatterte. Denn er und kein anderer war’s, der in dieser übereilten Weise das schwedische Lager gestürmt hatte. „Die anderen sind aber gehörig nachgeblieben!“ fügte er hinzu und blickte über den Weg hinaus. „Sie haben’s nicht gemerkt, als ich ihnen ausgerückt bin. Der Adebar auf der Wiese, der paßte aber auf, ließ dicht hinter mir ein Klappern steigen, und mein Brauner legte gleich los wie gestochen!“

Er versetzte dem Pferd einen Klaps auf die Lende, ging dann herum, faßte es beim Kopf und blies ihm beruhigend in die Nüstern.

„Ein Angsthuhn bist du“, gab er ihm kosend seinen Denkzettel und wandte sich dann an den Alten mit einer Frage nach der Regimentsschreiberei.

„Ihr wollt Euch als Rekrut bei uns eintragen lassen?“

„Das stimmt! Zeige mir nur den Weg!“