Glaubt man in Schweden an das alberne Gerücht, die Schweden sollten bluten, damit ich Kaiser der Franzosen werde, wenn Napoleon abgetan ist?

Es ist wahr, die Franzosen lieben mich! Sie wären schon imstande, mich – – –

Wäre Napoleon nicht aus Ägypten zurückgekommen – wäre er damals nicht den Engländern entschlüpft –, wer weiß, was geschehen wäre?!

Wer weiß, wie die Welt heute aussehen würde, wenn statt ihm – ein anderer – ich zum Beispiel, in den Tuilerien residieren würde?!

Nun, morgen ist auch noch ein Tag. Und wenn die Franzosen es mir nicht zu sehr verübeln, daß ich am Kriege gegen sie teilgenommen habe, dann – –

Schließlich, ich tu’ ihnen ja nicht weh. Aber man kennt die Treibereien der Demagogen! – Es könnte gegen mich ausgenützt werden für den Fall, daß man mich – – –

Wenn sie aber trotzdem der Stimme ihres Herzens folgen, das stets für mich schlug – wenn sie mich binnen kurzem zum Nachfolger Napoleons ausrufen, dann werde ich meine Pflicht tun – meine Pflicht, Oberst!

Gewiß – ich kenne meine Pflicht gegen die Schweden! Ein braves, ein treues Volk! Aber eine drollige Sprache!

‚Giff mik – – un baiser‘ – wie heißt das nun wieder: un baiser? – ‚En schiß‘ – danke lieber Oberst – ‚en schiß‘ – mon dieu, man zerbricht sich fast den Mund dabei! Es klingt ja beinahe wie Deutsch – ebenso unmöglich zu prononcieren, ebenso guttural! Eine Sprache für die Wilden! Man müßte eigentlich bei euch in Schweden die französische Sprache einführen! Glauben Sie, Oberst, die veredelt die Manieren! Die würde euch Schweden gut zu Gesicht stehen! Nun, wer weiß, was noch kommen kann, wenn man mich nicht – – –

Denn wenn man mich zum Kaiser der Franzosen wählt – es gibt eine Pflicht, Oberst, die alle anderen Pflichten in den Hintergrund stellt, und das ist die Pflicht gegen die Menschheit. Und meine Wahl wäre: der ewige Friede und also ein Segen für die ganze Menschheit.