„Changez les dames!“
In jedem Stern flogen die Damen aus dem Arm ihres Tänzers in den des nächsten und so weiter, bis sie sich wiedergefunden hatten.
„Nun, Exzellenz, warum so steif mit dem Tanzbein?“ rief Blücher Yorck zu, der ihm nicht schnell genug vorwärts kam. „Wir sind nicht an der Katzbach, wir sind am Rhein! Da setzt’s andere Sprünge! In einer Tour bis nach Paris!“
Yorck fing schon an eine Antwort zu brummen. Blücher schnitt sie ihm aber ab durch ein mit Stentorstimme hingedonnertes: „Grande Polonaise!“
Tram tararam, tam, tam, tam –
tram tararam, tam, tam, tam –
fiel die Musik sofort gehorsamst ein, mit dem gravitätischen Dreivierteltakt der Polacca, und Paar an Paar gereiht, defilierten die Tanzenden mit Anstand und Würde am Thron vorbei und brachten dem gnädig dankenden König ihre Huldigung dar.
Dann wurde Kurs auf die reich besetzten Büfette genommen, um sich dort nach den Anstrengungen des „Feldzuges“ zu laben und wieder gefechtsbereit zu werden.
„Bekommen wir bald Frieden, Exzellenz?“ lispelte die junge Dame Blüchers und nippte an dem ihr von ihm dargebotenen kühlenden Getränk.
„Ebenso gewiß wie ich heute Geburtstag habe!“ antwortete Blücher, der einer jungen Dame gegenüber an alles andere als an Friedensverhandlungen dachte.