Wohin ich gehe, noch raten, was ich soll!
Wohin ich muß, muß ich: und, kurz zu sein:
Heut abend muß ich von dir, liebes Käthchen.
Ich kenne dich als weise, doch nicht weiser
Als Heinrich Percys Ehefrau. Standhaft bist du,
– jedoch ein Weib, und an Verschwiegenheit
Ist keine besser, denn ich glaube sicher:
Du wirst nicht sagen, was du selbst nicht weißt!
Und soweit, liebes Käthchen, trau ich dir.“
Sie lasen schlecht, mit falschem Pathos, viel Stimmenaufwand und gewaltiger Mimik. Yorck achtete nicht darauf. Ein ungestümer Tatendrang war rein aus Trotz über ihn gekommen, seitdem er sah, wie zaghaft man im Hauptquartier geworden war. Er wollte jetzt die Zügel aufnehmen, die man dort schleifen ließ, die Führung an sich reißen, einen waghalsigen Coup unternehmen und so mit einem Schlag den Krieg zu Ende führen! Wie, das sah er noch nicht klar. Er fühlte nur bestimmt, im voraus, das große Geschehnis nahen und wurde wieder jung und waghalsig wie jener Brausekopf Percy in Shakespeares Stück. Er würde, wie dieser, weder sehen noch hören können, bis jener Gedanke, der ihn ganz erfüllte, in lebende Tat umgesetzt worden war!