„Verliere ich, so gewinne ich auch – das Geld wie das Majorspatent, und sitze im Sattel, ehe ihr’s ahnt!“ rief Blücher übermütig. „Dieser Haufen Taler auf Pik-Dame gesetzt, daß es so kommt!“
Er nahm eine Handvoll Talerstücke aus einem auf einem Stuhl neben ihm stehenden, mit Geld gefüllten Suppenteller, setzte auf die Karte und verlor.
„Verflucht! Die Dirne ging mir durch die Lappen mit [pg 39]dem Geld! Die Schwarzen waren mir niemals hold! Eine Blonde her! Coeur-Dame gewinnt! Coeur-Dame war mir stets gewogen! Siehst du, was sagte ich? Hab’ Dank, holde Schöne! Her mit dem Geld! Kinder, ich könnte die ganze Welt in Trümmer schlagen, so vergnügt bin ich! Eine Kraft ist in mir! Himmeldonnerwetter! – Ein Schwert in der Faust, einen Gaul unter mir, Feinde genug zum Dreinhauen, was brauche ich mehr?!“
„Glück im Spiel!“
„In der Liebe, du Giftmischer! Ich pfeife auf alles andere!“
„Nun“, sagte der Apotheker und strich wieder den Einsatz ein. „Das hättest du erreicht!“
„Noch einmal zur Attacke auf Fortuna, das Luderchen!“ rief der Rittmeister, „Karten her! Und hier der Rest!“
Er leerte seinen Suppenteller auf den Tisch, nahm neue Karten und verlor noch einmal.
„Blasen wir die Reserve heran!“ sagte er, ohne darum seine gute Laune zu verlieren. „Ich hole Sukkurs!“
Er stand auf, ging ins Nebenzimmer, öffnete die Ofentür, steckte die Hand hinein, zog sie aber gleich wieder leer heraus und machte ein langes Gesicht. Kniete dann nieder und blickte in den Ofen.