„Der bin ich!“

„Dachte ich mir auch gleich! Meine Alte las mir nämlich heute früh vom hohen Besuch unserer Stadt aus der Avis vor. Und da dachte ich gleich – da mußt du aber ’raus und nachschauen, ob du ihn nicht auch erwischen kannst. Na, da hätte ich ja Glück gehabt! Nee –“, sagte er dann und besah ihn sich gründlich von allen Seiten, „was für’n hoher und durchlauchtiger Herr aus so’n ollen Rostocker Jungen wern kann! Das ist ja woll ganz und gar nicht mehr möglich! An so’n Mirakel hätte wohl keiner von uns damals geglaubt, als wir uns da unten mang die Bretter ’rumtollten. Aber das sind ja olle Kamellen! An die denkt so’n hoher Herr ja woll nicht mehr!“

„Was?“ rief Blücher, und starrte den Alten mit unverhohlener Neugier an. „Wer ist denn – – ja, ist das nur möglich –? Das ist ja woll –“

„Jaha,“ meckerte der Alte und nickte vergnügt, „der Hans Jörg, der bin ich immer noch –“

„Ja, wahrhaftig! Alter Freund! Das war aber eine rechte Freude! Na, da muß ich aber wirklich sagen! Eben stand ich hier und dachte an die alten Zeiten zurück und wunderte mich, wo ihr wohl alle seid, und was aus euch geworden sein könnte! – Wo sind denn all die anderen, der Krischan Faber und Jochen?“

„Die sind all tot! Den Krischan, den haben die Franzosen totgeschossen.“

„Na, das hätte er denn mit vielen braven Leuten gemeinsam gehabt. Ich war auch oft nahe dran.“

„Na, da hat der Himmel zu unserem Glück Eure Durchlaucht davor bewahrt!“

„Was?! Wie hast du mich genannt? Willst du wohl?!“

„Durchlaucht, sagte ich –“