„Is sich nichts als purer Niddertracht, Panje Blücherr seiniges“, knurrte er verdrießlich. „Ruft sich aus Quarrthier der Hund, ech sich hat der Hahn gegackert!“
„Is ä Sauerei, der kanze Griech!“ pflichtete der Sachse bei.
„Denk ich: Mordio, will sich gebben Monsieur Ohnehos Rendezvous zeitiges cheute! Werrd ich lerrnen ihm fallen Husar polnisches unter Küsse seinige! Hat sich gerufen: pascholl! In die Sattel! Tatarata! Und dann Nitschewo! Ahles nix! Nix Feind! Nix dreinhauen! Nix Küsse! Betrug hundsgemeines!“
„Eja, freilich!“ krähte der Sachse. „Nichts als ä unnütze Lauferei, der kanze Griech! Mir siechen und siechen und siechen! Mir nähmen dem Franzosen Ganohnen, Kefangene, Pakasche, – alles! Mir hauen ihm in die Pfanne! Gaum aber looft er, da loofen mir egal ooch! Aber nich hinterher, nee, zurücke loofen mir und gucken in den Rhein, wie sein Wasser ooch davonlooft, und freien uns dann gechenseitig, – der Vater Rhein und mir! Wie mir aber mit der Medode nach Baris gommen dhun, wees der Gugguk!“
„Bischt ebens a Subalterner!“ fiel ihm sein Nebenmann, der wortkarge Schlesier Landeck, in die Rede. „Host nischts zu wissen! Maul holten, dreinhauen, ist oalles, woas du nötig host!“
„Dreinhauen, jawohl! Aber ’s Maul halten, nee, nu äben nich! Und morgen ooch nich! Duht’s unser Pliecher etwa? Hält der ’s Maul? Reißt er’s nicht uff wie ’n Nilpferd, verdonnert die schockschwerenotverdammten Österreicher, die uns egal immer unsere Fikdorien versauen, daß es eine Schande ist?! Pakasche! Schweinebande, hundsmiserable! Egal räumen sie irgendwo eine Lienje, und mir müssen mit! Gaum hamm mir uns irgendwo recht scheene einkerichtet, da müssen mir wieder raus!“
Der Schlesier tat wieder sein Maul auf.
„Host auf die Österreicher nich zu schimpfe! Bischt aus Sachsen; schimpf auf die Preußen, bei dena du dienscht!“
„Die Preußen, eja, freilich! Die gennen mir ooch was! Da hätten mir ooch die Nase dicke voll von!“
„Is sich blasiert derr Preuß!“ warf der Pole ein und zwirbelte seinen Schnurbart hoch. „Frißt sich zu vill – liebbt sich zu wennig! Wird sich faul und dumm!“