Die Umstehenden lachten und warfen ihr noch derbere Scherzworte zu — weinend floh sie zu dem Alten, um Schutz zu suchen. Brummend stand er auf, schlug seinen Mantel um sich und sie, ging um die Ecke und verschwand mit ihr und seiner goldenen Ernte! Das Publikum zerstreute sich. Fossano blieb stehen.
Ihm war alles andere gleichgültig. Er dachte nur an das junge Mädchen, dem er gefolgt war. Nur zu ihr oder für sie hatte er gesprochen, und nur um zu sehen, wie sie sich dabei verhielte! Alles andere war ihm gleichgültig. Zornig hatte sie geblickt und Empörung gezeigt — Tränen des Mitleids waren ihr in die Augen gekommen. Und als sie ihm den Rücken zukehrte und ging, bewunderte er die feine Biegung des Halses, den wundervoll angesetzten fein geschnittenen Kopf und die unabsichtlich natürliche Plastik ihrer Bewegungen, wie sie so langsam davonschritt und dann wieder stehenblieb.
»Niobe«, dachte er, »Niobe — die noch nicht die Kinderschuhe ausgetreten hat!«
Sie empfand seinen kalten, prüfenden Blick, sah ihn lächeln — das Blut schoß ihr gegen den Kopf, sie eilte auf ihn zu.
»Die Augen könnte ich Ihnen auskratzen!« rief sie und ballte ihre Fäuste unter seinem Gesicht.
»Bravo!« rief er, aufrichtig erfreut über ihren prächtigen Zorn, und packte ihre Hände.
Sie riß sich los, nicht ohne den bewundernden Ausdruck in seinem Gesicht bemerkt zu haben, und sagte, immer noch schmollend, aber bedeutend besänftigt: »Sie sind abscheulich!« —
»Und du bist entzückend!«
Sie stampfte auf den Boden!